Humanismus

Dienstag, 26. April 2011

Osterbotschaft an alle Katholiken und Gläubige: Ehre sei Satan in der Tiefe


Liebe Katholiken,

Euer Papst RatzeBene hat eine besondere Vorliebe für den Teufel, das Böse und somit für den Exorzismus. Ginge es nach ihm, hätte heute jede deutsche Diözese einen eigenen Exorzisten. Sein Wunsch ging leider noch nicht in Erfüllung, was nicht ist, könnte jedoch noch werden. Betrachtet man die stetig wachsenden und immer aggressiver zu Tage tretenden Radikalisierungs-Maßnahmen in der katholischen Kirche, wäre es schon denkbar.

Der gestern im WDR gezeigte Film „Teufels Werk und Gottes Beitrag“ von Helge Cramer hat exzellent veranschaulicht, welch abscheulische und menschenverachtende Greueltaten vom Papst als gut und wichtig erachtet werden, dem ersten Papst, der sich mit einer öffentlichen Ansprache in Rom an Exorzisten wandte, um sich bei ihnen für ihren wichtigen Dienst zu bedanken. Wenn man die Dokumentation gesehen hat und dann daran denkt, dass dieser gefährliche Wolf im Schafspelz in ein paar Monaten eine Rede im deutschen Bundestag halten darf, könnte man sich alle Haare raufen.

Im Zuge seiner Recherchen konnte Helge Cramer 84 verrauschte Audiokassetten sichern, eine vollständige Tondokumentation dieser Teufelsaustreibung – hochbrisantes Material, das den Anstoß zu dem Dokumentarfilm Teufels Werk und Gottes Beitrag gab. Denn die großteils erst nach technischer Entzerrung verständlichen Aufnahmen zeigen deutlich, dass die tödliche Teufelsaustreibung keineswegs bloß die in religiösem Eifer betriebene Falschbehandlung einer Epilepsiekranken war, sondern eine kühl kalkulierte Inszenierung konservativer Kleriker, die mit den angeblichen „Teufelsbotschaften“ Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils aushebeln wollten – Reformen, die Papst Benedikt inzwischen revidiert. Damals hatte die katholische Theologie in Deutschland gerade den „Abschied vom Teufel“ erklärt und die deutsche Bischofskonferenz die Abschaffung des Exorzismus, „Rituale Romanum“, verlangt, nach dem in Klingenberg amtlich exorziert worden war. Jetzt herrscht Resignation: Statt Abschaffung serviert Rom der katholischen Kirche ein runderneuertes Rituale Romanum und begeht internationale Exorzisten-Kongresse.

Die genannten „Teufelsbotschaften“ sind äußerst interessant, denn sie geben exakt wieder, was RatzeBene zur „Erneuerung der Kirche“ in die Welt schreit. Radikalster Piusbrüder-Fundamentalismus zur Rettung der katholischen Macht, angeleitet vom Teufel, aufgenommen vom Papst mit dem starken Willen der Umsetzung.
„Es ist vollbracht“ lässt sich dazu heute nicht sagen und man kann nur hoffen, dass sich Bestrebungen finden, die diesen Wahnsinn stoppen.

Leider steht die Cramer-Dokumentation im Internet nicht zur Verfügung, deswegen ein paar andere Filme und Ausschnitte zum Exorzismus, deren Inhalte teilweise auch in der Doku eine Rolle spielen.

Die Wichtigkeit des Exorzismus

Trailer zu „Teufels Werk und Gottes Beitrag“

Exorzismus in Bayern

Exorzismus in Deutschland

SF1-Club: Vom Teufel besessen – Wahrheit oder Wahnsinn?

14.7.2008 11:31:02: „Heike K. (22) liess sich den Satan durch römisch-katholische Priester in der Schweiz austreiben. Nach Auffassung des Papstes befällt das Böse die Menschen in Gestalt des Teufels. Die Besessenen leiden unter grossen seelischen Qualen. Wenn alle Psychiatrie nichts hilft, rücken die Exorzisten der Kirche dem Satan mit Gebet und Weihwasser zu Leibe. So auch bei Heike K. Die Nachfrage nach Austreibungen wächst, Rom und die Schweizer Bischöfe fordern deshalb mehr Exorzisten. Gibt es den Satan? Kann er von den Menschen Besitz ergreifen und sie in den Wahnsinn treiben? Was sagt die moderne Psychiatrie dazu? Ist es möglich, dass Weihwasser und Gebet besser wirken als Psychopharmaka und Psychotherapien? Warum wächst die Zahl derer, die sich vom Teufel besessen fühlen? Unter der Leitung von Christine Maier diskutieren: Heike K., vom Teufel befreit Christoph Casetti, Bischofsvikar Bistum Chur Georg Otto Schmid, Religionswissenschafter Daniel Hell, Psychiater, Ärztlicher Direktor …

„Man kann nur besessen sein, wenn man an den Teufel glaubt“. Diese Aussage trifft mit Sicherheit zu, nur der Teufelsglaube beschränkt sich natürlich nicht auf den Katholizismus, sondern ist allen fundamentalistischen Religionsauslegungen immanent, auch der islamistischer Strömungen.

Wer ein Fall für den Exorzisten wird, ergo „Besessenheitssymptome“ aufweist, MUSS extrem religiös indoktriniert worden sein, in der Regel innerhalb der eigenen Familie, wodurch der Dreck so tief sitzt, dass der innere Konflikt dieser Menschen irgendwann „explodiert“, selbst wenn man bewusst keinen fundamental-radikalen Glauben mehr lebt und praktiziert. Hier liegt die Ursache, die für das Phänomen verantwortlich ist und die es überhaupt erst möglich macht, dass solche Fälle existieren.

Die zu beobachtende wachsende Rückbesinnung auf den religiösen Fundamentalismus, wird zur Folge haben, dass es immer mehr „Besessene“ geben wird, denn die indoktrinatorische Erziehung zum tief gläubigen Anhänger irrationaler Vorstellungen kollidiert mit der Realität in einer freien Gesellschaft immer extremer. Ein entsprechender Zwiespalt ist gar nicht auszuhalten und muss in den Wahnsinn treiben, sobald die Parallelwelt verlassen wird und Kontakt mit dem „normalen“ Leben besteht, was sich ab einem bestimmten Alter gar nicht umgehen lässt. Somit ist es sehr verständlich, dass alle religiösen Fundis an einem Gottesstaat nach eigener Vorstellung interessiert sind, denn dadurch ließe sich zumindest die Konfrontation mit dem diesseitigen „Bösen“, dem Dämonen-Reich des Satans auf Erden, repräsentiert von Ungläubigen, Häretikern und säkularen Staatsformen, vermeiden.

Benedictus tu in Infernis. Amen!

von subkuttan

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Aus dem Spektrum der säkularen Szene

Unter dem Lack der Zivilisation befindet sich immer die Barbarei

Das Jahr 2010 hatte es politisch wirklich in sich. Das Aufkochen der Islamdebatte, angeheizt durch Thilo Sarrazin und Co, brachte das erste Mal nach Ende des zweiten Weltkrieges wieder deutsche Ansichten zu Tage, die man zu Recht von rechtspopulistisch bis rechtsradikal einstufen kann. Was in den letzten Jahrzehnten ausschließlich von den im Verhältnis wenigen und machtlosen Protagonisten der NPD, DVU und den Republikanern zu vernehmen war und allgemein verpönt war, wird in der Bevölkerung mittlerweile selbstbewusst unter dem Motto eines neuen Konservativismus laut vertreten. Damit möchte Mann und Frau sich natürlich nach wie vor von den "Rechtsradikalen" abgrenzen, die es immer noch zu bekämpfen gilt. Auf das wachsende Bedürfnis, sich wieder gegen das kulturell "Fremde" abgrenzen zu wollen, folgt nun ein Religionsdiskurs, der absurderweise davon ausgeht, dass es aus historischen Gründen und zur Stärkung des eigenen Nationalbewusstseins auch noch nötig sei, wieder Christ zu sein. Sozusagen als beste Waffe gegen die Ausbreitung bzw. auch zur Eindämmung des Islams.

Dass dies in unserem Lande nicht jeder gerne hört, dürfte bei ca. 40 % "Konfessionslosen", ungläubige Kirchenmitglieder und säkulare Muslime mal mit eingerechnet, mehr als klar sein. Somit ist es nicht verwunderlich, dass es auch vermehrt Gegenstimmen gibt, die es im Verhältnis eher kleinlaut wagen, an die Trennung von Kirche und Staat zu erinnern und eine konsequentere Durchsetzung dieser Trennung fordern. Ein Kulturkampf scheint entbrannt, der auf der politischen Ebene innerhalb unserer Parteienlandschaft von gläubigen Kirchenfreunden dominiert wird, die den Laizisten die rote Karte zeigen. Die Aussichten stehen momentan schlecht, dass es in naher Zukunft auch nur eine Partei geben könnte, die sich ganz gezielt den Interessen der säkularen ungläubigen Bevölkerung widmet.

Ergo sollte man eigentlich meinen, dass dies im Positiven die beste Zeit sei, um eine neue Partei zu gründen, die diese nicht repräsentierte Gruppe von mehr als einem Drittel der Deutschen vertritt. Initiativen, Vertreter und Vereine wie die Humanisten, die Giordano-Bruno-Stiftung, der internationale Bund der Atheisten und Konfessionslosen, die Skeptiker, etc.und die Brights, gibt es ja schließlich schon länger und unter ihnen sollten doch Leute sein, die sich des Themas annehmen wollten, möchten, könnten.

Nun gut, ein weiterer nötiger Aspekt dabei wäre natürlich, dass sich all diese Gruppierungen zusammenschließen oder dass zumindest ein Parteiprogramm aufgestellt werden würde, das alle tatkräftig bewerben und unterstützen und das dann in der Masse der konfessionslosen Bürger Gefallen findet.

Wenn man bedenkt, wie heterogen es innerhalb von Parteien zugeht und wer sich z.B. alles in der Evangelischen Allianz tummelt, dürfte es eigentlich gar nicht schwer sein, auch hier einen Konsens zu finden.

Fragt sich, was man politisch gesehen von säkularen Humanisten und Naturalisten, von Brights und Atheisten erwarten kann.

Meine persönliche Analyse dazu wäre eine eher "links" gerichtete Politik:

- die Achtung der Menschenrechte, der Religionsfreiheit auf Basis einer strikten Trennung von Kirche und Staat eingeschlossen

- soziale Marktwirtschaft

- Sozialstaat mit Verantwortung für Arme und Schwache

- staatliches Bildungssystem

- staatliches Gesundheitswesen

- staatliche Kontrollmöglichkeiten und Regulierungsoptionen bei allen Themen rund um Gesellschaft und Wirtschaft, um das Gemeinwohl zu sichern im Sinne wissenschaftlicher Erkenntnisse und somit auch keine Mitfinanzierungen von Irrlehren, weder in Bildung, Erziehung, Wohlfahrt, Gesundheit, etc.

- Umweltschutz

- Anti-Todesstrafe

- Anti-Kriegspolitik.

Nur mal um überhaupt einen kleinen Umriss zu nennen, bei dem ich zumindest von jedem, der sich säkularer Humanist nennt, so weit Zustimmung erwarten würde.

Das mag auch für viele bestimmt zutreffen, doch genau hier liegt die Crux, denn wer ernsthaft glaubt, dass es allgemein so sein müsste, der hat weit gefehlt.

Das grundlegende Problem der atheistisch-humanistisch-freigeistig-skeptischen Szene in Deutschland ist eine anscheinend unvermeidliche Zerrissenheit. Diese besteht sowieso und da es ohne politische Verantwortung schon unmöglich erscheint, sich auf eine gemeinsame Basis zu einigen, wäre jeglicher Versuch einer Parteigründung von vornherein zum Scheitern verurteilt.

In der Szene, bzw. gerade auch innerhalb dieser Organisationen, findet sich das gesamte politische Spektrum wieder. Von ganz links bis ganz rechts scheint nichts unmöglich. Es wäre ein aussichtsloses Unterfangen, eine politische Linie herauszustellen und diese als verbindlich für eine Partei für Konfessionslose zu präsentieren. Mal davon abgesehen, dass man damit niemals quantitativ punkten könnte, wäre es für viele politisch anders geartete "Ungläubige" der reine Hohn, sich in eine bestimmte Ecke stellen zu lassen.

Der Alptraum für mich persönlich wären die Ansichten des Jungspunds Andreas Müller, Mitglied der Giordano-Bruno-Stiftung, ehemals für den Humanistischen Pressedienst tätig, als Autor aktiv bei den jungen Humanisten von Wissenrockt, Macher der Seite Darwin-Jahr und des Blogs Aufklärung 2.0, auch Feuerbringer genannt.

Das Kerlchen ist zwar erst 26 Jahre alt, aber öffentlich äußerst aktiv, wenn es um die säkulare und humanistische Interessensvertretung geht.

Ihn treiben seltsame Einstellungen, die er mit erstaunlicher Arroganz und in gnadenloser Selbstüberschätzung vehement vertritt. Dabei betont er noch selbst , dass er froh sei, keine Macht zu haben. Das ist jedoch nur zu begrüßen, wenn man registriert, wie egoman und dominant er seine Standpunkte vorträgt. Ein Neokonservativer wie er im Buche steht, ein Neocon, liberal bis zum get no, jedoch für Artgenossen, die sich zu diesem Genre bekennen, eher ungewöhnlich, argumentiert er als bekennender Atheist und nicht christlich, wie man es von den US-Neocons gewohnt ist. Er hetzt dementsprechend auch nicht gegen Homosexuelle oder Abtreibungsbefürworter, dafür aber ganz pauschal gegen den Islam. Sarrazin sei Dank, hat er dazu ein Vorbild gefunden, das es in allen Aspekten auch gerade in Bezug auf die sarrazinische Genetik zu verteidigen gilt. Das Mittel des Krieges scheint es ihm auch angetan zu haben, denn er möchte die Welt von allen Diktaturen befreien, natürlich im Interesse der Menschenrechte, weil jeder ein Recht auf Menschenwürde habe und das müsse man eben erkämpfen, selbstverständlich mit Hinnahme von Kollateralschäden und gegen die Vorstellungen der dummen Pazifisten. In bestimmten Fällen wäre dazu auch die Todesstrafe ein legitimes Mittel.

Und so weiter und so fort. Wer sich ein genaues Bild von dem Bubi, der anscheinend weder aus den Windeln, noch aus der Pubertät herausgewachsen ist, machen möchte, der lese im Feuerbringer und in seinem Facebook-Profil.

Es wäre eventuell noch erwähnenswert, dass Bubilein keine Kritik verträgt, wobei das für diesen Typus Mensch auch nicht anders zu erwarten ist. Er hat eine nicht geringe Anhängerschaft, wobei man sich wiederum fragen muss, was teilweise wirklich intelligente und vernünftige Artgenossen dazu verleitet, auf einen "Andreas- Müller- Zug" aufzuspringen, mir schier unbegreiflich. Nun gut, sein Selbstbewusstsein wird jedenfalls gestärkt und es fällt ihm damit leicht, den Diktator zu spielen und sich als Inhaber der allumfassenden Wahrheit zu präsentieren, dessen Pflicht es wäre Kritik im Keim zu ersticken und falls das nicht möglich ist, sich als armes Opfer der Dummen und Unwissenden zu gerieren.

Wäre da nicht seine offizielle Rolle in den humanistischen Vereinen, würde ich ihn mit seinen Ansichten als reine Privatperson in seinem Alter mit Mitleid betrachten und mir dabei denken, in 15 Jahren bist auch du lebenserfahrener und schlauer, wird schon werden, wenn das Testosteron nachlässt und immer mehr versiegt.

Er, als Vertreter in der säkularen Szene, ist mir jedoch genauso unlieb, wie ein Bischof Mixa und damit gute Nacht Deutschland!

(hetmaasten)

Donnerstag, 12. August 2010

Der Duft des Rassismus

Der in Berlin lebende Palästinenser Firas Maraghy demonstriert mit einem Hungerstreik vor der israelischen Botschaft. Denn Israel will seine Tochter nicht in seine Papiere eintragen.

Brief des Herausgebers des Magazins „DER SEMIT„, Abraham Melzer, an den Botschafter des Staates Israel in Deutschland.

Sehr geehrter Herr Botschafter,

ungern begrüße ich Sie mit diesen Worten, denn mehr als dass ich Sie ehre, verachte ich Sie und schäme mich für Sie und für den Staat, den Sie repräsentieren. Das, was Sie mit dem Palästinenser Firas Maraghy anstellen, nur weil er kein Jude ist, erinnert mich an die dunkelsten Tage der europäischen Geschichte und ganz besonders und direkt auch an die dunkelsten Tage der Geschichte meiner eigenen Familie, in diesem Fall meines Vaters.

Als mein Vater, der 1939 als Flüchtling in Paris gelebt hat, auf Verlangen der französischen Behörden seinen polnischen Pass verlängern sollte, weil man ihn sonst abgeschoben hätte, verweigerte der antisemitische polnische Botschafter meinem Vater die Verlängerung des Passes mit ähnlichen Argumenten, wie Sie jetzt gegenüber Herrn Firas Maraghy gebrauchen. Mein Vater war für ihn kein echter Pole, da er kein polnisch sprach und in Berlin aufgewachsen ist, und deshalb fühlte er sich für ihn nicht zuständig. Er solle nach Warschau fahren und dort beim Innenministerium einen neuen Pass beantragen. Es war August 1939 und der zweite Weltkrieg hat meinen Vater in Warschau erwischt, wohin er gezwungenermaßen fahren musste. Das hat ihm schließlich, um es kurz zu machen, zwar das Leben gerettet, aber auch einen mehrjährigen Aufenthalt in Sibirien gebracht und, und, und…

Sie und ihresgleichen verlangen und erwarten, dass man nicht vergleichen soll. Mit Ihrer Politik zwingen Sie uns aber solche Vergleiche auf. Dabei gehört Firas Maraghy sicherlich mehr nach Jerusalem, als mein Vater nach Warschau und die Tatsache, dass Israel ihm keinen Pass ausstellt, nachdem es immerhin Ostjerusalem, wo die Familie Maraghy seit Generationen lebt, völkerrechtswidrig annektiert hat, ist ein Skandal und ein Unrecht, das zum Himmel schreit.
Schließlich hat Firas Maraghy nicht darum geben, dass Sie sein Land, seine Stadt und sein Haus besetzen und ihm die elementarsten Bürgerrechte verweigern: Das Recht in sein Land, in seine Stadt, in sein Haus zurückzukehren.

Aber der Staat Israel betrachtet sich ja nicht als Staat seiner Bürger und schon gar nicht der zwangsweise annektierten Bürger, sondern nur als Staat seiner Juden, mehr noch, als Staat aller Juden auf der ganzen Welt und praktiziert damit eine verabscheuenswerte rassistische Politik, eine lupenreine Apartheid Politik, die ich und inzwischen viele andere Juden und Israelis verabscheuen und ablehnen.

Erst vor wenigen Tagen hat das Oberste Gericht in Israel gezeigt, wie rassistisch und menschenverachtend es ist, als es einen Palästinenser zu achtzehn Monaten Haft verurteilt hat, weil er mit einer jüdischen Israelin Geschlechtsverkehr hatte. Statt die Rassistin, die sich beklagt hatte, dass sie betrogen wurde, weil der Mann, mit dem sie nach zwei Stunden Bekanntschaft ins Bett gegangen ist, sich nicht vor dem Geschlechtsakt als Jude ausgewiesen hat, sondern seine Herkunft verschwieg, zu verurteilen, haben die Richter des Obersten Gericht daraus eine Vergewaltigung gemacht und damit den althergebrachten verabscheuenswerten Rassismus lächerlich. Weil sie sich nicht getraut haben ihn wegen „Rassenschande“ zu verurteilen, haben sie daraus eine Vergewaltigung gemacht. Da waren die deutschen Rassisten schon konsequenter. Sie haben die deutschen Frauen, die sich mit Juden einließen, als „größte Sau am Ort“ durch die Straßen gejagt. Die jüdische „Sau“, die sich mit einem nicht jüdischen Semiten eingelassen hat, wird von rechtsradikalen und rassistischen Kreisen noch gelobt.

Die „Nürnberger Gesetze“ sind in Israel schon längst implementiert und keiner will es wahrnehmen. Israel wird dem Dritten Reich Schritt für Schritt ähnlicher. Wie kann man da noch still stehen und nicht vergleichen?

Und wieder werden Sie sich darüber ärgern, dass ich Vergleiche anstelle und mich als „selbst hassenden“ Juden ab qualifizieren. Es wird Ihnen aber nicht nützen. Die Menschen, die davon hören und lesen, können nur mit dem Kopf schütteln und sich wundern, oder auch nicht, was aus dem Herzlschen Zionismus geworden ist: Kein OR LAGOJIM, Licht für die Nichtjuden, sondern ein tiefer Abgrund an Heuchelei, Korruption und Selbstgerechtigkeit, die bis zum Himmel stinkt.

Obwohl Firas Maraghy erst vier Jahre in Deutschland lebt, teilte ihm das israelische Innenministerium schon nach eineinhalb Jahren mit, dass er jegliche Rechte als Einwohner verloren hatte. Selbst das drakonische rassistische und völkerrechtswidrige Gesetz, den sich die Zionisten selbst gemacht haben, der aber von der ganzen Welt nicht anerkannt wird, sieht ein solches Verhalten nicht vor. Nach zZt gültigem israelischem Unrecht-Gesetzt, verliert ein Palästinenser erst nach sieben Jahren seine Aufenthaltsberechtigung. Ich aber lebe schon länger als fünfzig Jahre in Deutschland und sie wollen mir meine Aufenthaltsgenehmigung für Israel nicht entziehen, obwohl ich Sie darum schon mehrmals gebeten habe.

Als Jude und Israeli kann man sich nur abwenden und auf seine israelische Staatsbürgerschaft verzichten, wenn Sie mir das nur bestätigen würden. Ich versuche schon seit fünf Jahren Ihnen meinen israelischen Pass zurückzugeben, aber selbst auf einen solch selbst hassenden und sich schämenden Israeli wie mich, wollen Sie nicht verzichten. Mich wollen Sie behalten, aber der Tochter von Firas Maraghy wollen Sie nicht einmal ein Reisedokument ausstellen, weil ja Israel frei sein soll von nicht jüdischen Semiten, von nicht jüdischem Blut. Israel soll ein reiner Judenstaat werden. Fragt sich nur wie?

Ironie der Geschichte ist aber, dass die echten Hebräer die Palästinenser sind und die zionistischen Juden, die sich als Nachfolger der Hebräer sehen, ein grandioses Mischvolk aus den verschiedensten Ethnien, Rassen und Völker sind. Ich habe nichts gegen eine solche Blutschande, aber hören Sie endlich auf zu behaupten, dass ihr eine Blutverbindung mit Palästina habt. Diese Jahrtausende alte Verbindung haben diejenigen, die dort seit Jahrtausenden leben, nämlich die

Palästinenser, die niemals ihre Dörfer und Städte seit Urzeiten verlassen haben und mit der Eroberung des Landes jeweils die Religion des Eroberers angenommen haben, zuerst das Christentum und dann den Islam. Das hat vor mehr als hundert Jahren kein geringerer als David Ben-Gurion schon richtig gesehen und geschrieben.*

Was soll denn dieses ganze rassistische Gerede von einem „Jüdischen Staat“? Heißt das ein Staat nur für Juden? Bedeutet das nicht das Streben nach der Reinheit der Rasse, wie es die Nazis wollten und in das sie sich verrannt haben? Wollen Sie wirklich einen Staat mit „reinem Blut“? Haben Sie von dem Wahnsinn der Nazis nichts gelernt? Und wie kann man dann noch behaupten, dass Israel eine Demokratie sei? Wie kann ein Staat rassistisch und demokratisch zugleich sein? Ist es nicht vorteilhafter und humaner in einem gerechten Staat zu leben, als in einem „jüdischen“ Staat?

Mit Verachtung und Abscheu vor Ihnen und Ihren Methoden

Abraham Melzer

* David Ben Gurion und Itzchak Ben Zwi, Eretz Israel baawar u bahowe, 1918

Berichterstattung der Deutschen Welle

Donnerstag, 22. Juli 2010

Michael Shermer: Warum wir glauben

Sonntag, 11. Juli 2010

Recht auf Behinderung


Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes über Gen-Tests an künstlich befruchteten Eizellen verlangen Lebensschützer ein klares Verbot dieser Methode.

Hubert Hüppe, CDU
Die Präimplantationsdiagnostik muss jetzt ausdrücklich verboten werden.
Für die Leser, die nicht wissen, wer besagter Herr Hüppe ist, es ist der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

Der Bundesgerichtshof hatte am Dienstag den Freispruch eines 47-jährigen Gynäkologen bestätigt, der PID (Präimplantationsdiagnostik) in seiner Praxis angewandt hatte. Er untersuchte befruchtete Eizellen auf schwerwiegende genetische Defekte, weil die Eltern vorbelastet waren. Anschließend übertrug er der Mutter nur die gesunden Embryonen. Die übrigen ließ er absterben. Um Rechtssicherheit zu erreichen, hatte sich der Mediziner selbst angezeigt.

In den letzten Tagen hatte ich nur positive Äußerungen zum Urteil gehört. Die christ-demokratischen Aussagen muss man natürlich analysieren. Wenn genetisch vorbelastete Eltern gesunde Kinder haben wollen ist das legitim. Es sollte auch im Ermessen der zukünftigen Eltern liegen zu entscheiden, schaffen wir uns eventuell ein behindertes Kind an, mit allen Konsequenzen, die sich aus einer solchen Entscheidung ergeben, oder aber die Entscheidung für ein gesundes Kind, welches in der Lage ist, auch ohne die Eltern, ein selbständiges und erfülltes Leben zu führen.

Hat Herr Hüppe nun Angst um seinen Job? Wahrscheinlich. Anders ist eine solch disqualifizierende Aussage nicht möglich. Offensichtlich hat er keine oder nur sehr wenige Kenntnisse darüber, wieviele befruchtete Eizellen erfolgreich bis zur Geburt ausgetragen werden. Es gibt ja immer noch die Behinderungen, die ein Mensch sich im Laufe seines Lebens erwerben kann, einschließlich geistiger Behinderung. Bei Politikern wiegen diese besonders schwer.

Mittwoch, 28. April 2010

Wir mögen Kinderpornografie

Die Rechteindustrie mag Kinderpornographie – das schreibt zumindest der schwedische Pirat im Europaparlament, Christian Engström, und schildert seine Erlebnisse während eines Seminars in Schweden:IFPI’s child porn strategy. Ein Vertreter aus Dänemark, der anscheinend bei einer ähnlichen Organisation wie der hiesigen GVU arbeitet, erklärte dabei, dass man mit Sperrlisten für Kinderpornographie Politikern sehr einfach erklären könnte, wie man damit auch viele Urheberrechtsprobleme lösen könne.
”Child pornography is great,” the speaker at the podium declared enthusiastically. ”It is great because politicians understand child pornography. By playing that card, we can get them to act, and start blocking sites. And once they have done that, we can get them to start blocking file sharing sites”. [...] ”One day we will have a giant filter that we develop in close cooperation with IFPI and MPA. We continuously monitor the child porn on the net, to show the politicians that filtering works. Child porn is an issue they understand,” Johan Schlüter said with a grin, his whole being radiating pride and enthusiasm from the podium.
Update: Da in den Kommentaren der Hinweis kam, dass man das noch dazu schreiben sollte: Engström schildert ein Erlebnis aus dem Jahre 2007. (Für die, die nicht auf den Link klicken).
netzpolitik.org

Mittwoch, 14. April 2010

Ein Schurke namens Christ

Mit seinem letzten Buch riskiert der Bestseller Autor Philip Pullman Christen zu beleidigen. Es ist ein fiktiver Bericht über den “guten Mann Jesus” und den Schurken “Christ”.

Pullman ist ausgesprochener Atheist. Leicht versteckt hat er mit seiner Trilogie His dark Materials Katholiken angesprochen und verärgert. Die Trilogie ist ein Angriff auf die organisierte Religion, wie sie sich insbesondere in Form der katholische Kirche darstellt. His dark Materials war ein gewaltiger Erfolg, der erste Band Der Goldene Kompass wurde in Hollywood verfilmt. Der Verfilmung der beiden restlichen Teile der Trilogie wurde durch evangelikale Christen in den USA verhindert.

Der The Good Man Jesus and the Scoundrel Christ ist aber eine weit stärke Durchdringung der Grundlagen des Christentums und ihrer Kirchen, genauso wie die Faszination und Stärke des Geschichtenerzählens.

Im Roman selbst hat Jesus einen Zwillingsbruder namens Christ, welcher geheim die Lehren seines Bruders aufzeichnet und durch auschmücken verändert.

Wenn sich ein Christ finden würde, der darüber verärgert ist, dass Pullman eben die Bezeichnung “Christ” mit dem Adjektiv “schurkisch” oder “Gauner” versehen hat, meint Pullman ganz einfach, “Ich weiß, dass das schockierend ist, aber niemand hat das Recht ohne Schock zu leben”, ” niemand muss dieses Buch lesen und niemand hat das Recht mich am schreiben dieses Buches zu hindern.”

Im Buch selbst ist “Christ” der Lockvogel eines mysteriösen Fremden, der den Prediger und seinen Glauben für eine im Brennpunkt stehende neue Religion ausnutzen will. Eine Religion, die für eine mächtige und wohlhabende Institution konserviert und ebenso kontrolliert wird. Die Kirche!

Mehr dazu im Ottawa Citizen

Dienstag, 6. April 2010

MORD!

Montag, 22. März 2010

Wissenschaft kann Fragen der Moral beantworten

Fragen über Gut und Böse, Falsch oder Richtig sind im allgemeinen keine Frage, die Wissenschaft beantwortet.
Sam Harris argumentiert nun, dass aber genau Wissenschaft das tun sollte. Wissenschaft als moralische Instanz, die Formung menschlicher Werte und die Darstellung dessen, was ein gutes Leben ausmacht.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Der Kampf um das Leben von Mumia Abu-Jamal geht weiter!

Hallo Ihr alle,
wahrscheinlich habt Ihr es schon im Netz gelesen: Der Supreme Court habe in Mumias Sinne entschieden, der Antrag der Staatsanwaltschaft Philadelphia sei abgelehnt, eine neue Anhörung mit neuen Geschworenen werde es geben, der Prozess werde neu aufgerollt, wussten sogar einige, vor allem US-Nachrichtenagenturen zu berichten.
Gut und schön - nur leider ALLES QUATSCH!!!
Die Wahrheit ist: der Supreme Court hat den Widerspruch der Staatsanwaltschaft gegen die Aussetzung der Todesstrafe, die 2001 und 2008 von zwei Bundesgerichten entschieden wurde, angenommen. Die letztendliche Entscheidung über das Strafmaß - lebenslange Haft ohne die Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung oder Todesstrafe - allerdings an das 3. Bundesberfungsgericht in Philadelphia zurück verwiesen.
Bei der Entscheidung in Philadelphia muss laut Vorgabe des Supreme Court ein vergleichbarer Fall berücksichtigt werden. In diesem Fall hat der Oberste Gerichtshof in der vergangenen Woche das Todesurteil bestätigt.
Das Urteil von heute ist im Prinzip die Aufforderung an das 3. Bundesberufungsgericht, Mumia zum Tode zu verurteilen. Nur die Drecksarbeit macht dann Philadelphia, der Supreme Court ist fein raus.
Wie lange das alles dauert, weiß mal wieder kein Mensch. Und ob es dann noch einmal vor dem Surpeme Court juristisches Pingpong zwischen Mumias Anwalt Robert R. Bryan und der Staatsanwaltschaft geben wird, auch nicht.
Also irgendwie alles beim alten und der arme Mumia muss das alles in seinem sechs m² Apartement aushalten ...
Für uns heißt das: Der Kampf um Mumias Leben geht weiter. Lasst uns die Petition bewerben, und unsere Wut auf die Straße tragen.
Wir sehen uns in Heidelberg
NO PASARAN!
FREE MUMIA!

Birgit Gärtner

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Naturalismus - kein Dogma!

Wir haben die Lande gemessen, die Naturkräfte gewogen, die Mittel der Industrie berechnet, und siehe, wir haben herausgefunden, dass diese Erde groß genug ist, dass sie jedem hinlänglichem Raum bietet, die Hütte seines Glücks darauf zu bauen; dass diese Erde uns alle anständig ernähren kann, wenn wir alle arbeiten und nicht einer auf die Kosten des anderen leben will; und das wir nicht nötig haben, die ärmere Klasse an alle Himmel zu verweisen.

Heinrich Heine, Romantische Schule, 1835

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