Montag, 28. Mai 2007

Flock of Dodos

Buchrezension von Donald R. Prothero in der Übersetzung von translator

Danke an translator und eSkeptic


Ein Schwarm Dodos: was steht hinter Kreationismus, Intelligent Design und dem Osterhasen?

Wenn man über die bizarre Geistlosigkeit und den Irrsinn der amerikanischen Kreationistenbewegung schreibt, hat man als Autor zwei Möglichkeiten: Entweder man schlägt einen wissenschaftlichen Ton an und nimmt das ganze Thema ernst, oder man macht sich darüber lustig und behandelt es sarkastisch von oben herab. In den Regalen der Buchhandlungen reihen sich neu erschienene Titel von Naturwissenschaftlern, Philosophen und Skeptikern aneinander, und fast alle gehen ernsthaft-wissenschaftlich oder philosophisch an die Sache heran und behandeln das Thema wie eine Angelegenheit von großem Gewicht. Viele umfangreichere Bücher verwenden ganze Kapitel darauf, die oberflächlichen Argumente der Fundamentalisten über Themen wie die Arche Noah zu entlarven. Dabei gehen die Autoren davon aus, dass jeder, der das Buch liest, ihrer Argumentation auch folgen kann. Aber damit predigen sie letztlich nur ihren eigenen Anhängern.

Die Autoren von Flock of Dodos: Behind Modern Creationism, Intelligent Design, and the Easter Bunny (”Ein Schwarm Dodos: was steht hinter Kreationismus, Intelligent Design und dem Osterhasen?”) haben die Methode von Satire und Sarkasmus gewählt. Das Buch trägt zwar den gleichen Titel wie der Dokumentarfilm von Randy Olson aus dem Jahr 2006 (der nicht nur die Intelligent-Design-Bewegung aufs Korn nahm, sondern auch Wissenschaftler, die sich nicht entschieden genug für die Evolution einsetzen), aber ich finde keine Anhaltspunkte, dass beide etwas miteinander zu tun haben. Da Titel nicht dem Copyright unterliegen, könnten die Autoren unabhängig voneinander auf die Idee gekommen sei, oder der eine hat sie vom anderen übernommen. Wie dem auch sei: das Buch von Brown und Alson ist eine viel stärkere Satire als der relativ ausgewogene Dokumentarfilm. Barrett Brown hat sich als Autor von National Lampoon, Cracked, Jest, Wired, Playboy und www.nerve.com einen Namen gemacht; was er schreibt, hat die Schärfe und den Biss dieser Zeitschriften und passt in die Welt der Weblogs und der scharfen politischen Satire. Jon Alston ist Professor für Soziologie an der Texas A&M University. Sein Forschnungsgebiet ist die Soziologie der Religion, er muss also dort im Herzen des Bush-Landes jede Menge hautnahe Erfahrung mit diesem Thema haben. Gemeinsam haben die beiden eine vergnügliche, kompromisslose Satire über die moderne Kreationisten- und “Intelligent-Design”-Bewegung verfasst, über die man herzhaft lachen kann. Das Buch von Brown und Alston ist keine ausgewogene Dokumentation, sondern das gedruckte Pendant zu der Fernsehshow “Bullshit!” von Penn und Teller.

Brown und Alston machen vom ersten Kapitel an keinen Hehl aus ihren Absichten: Sie warnen den Leser, sie würden ihm nicht nur auf die Füße treten, sondern diese Füße gleich abschneiden. “Dies ist kein höfliches Buch. Höflichkeit ist fehl am Platz gegenüber den Unehrlichen, die stets jedes gut gemeinte Zugeständnis ausnutzen, und wie wir noch sehen werden, sind die Anführer der so genannten ‘Intelligent-Design’-Bewegung so unglaublich unehrlich, dass noch ein alt gedienter Heroinsüchtiger erröten würde - nicht weil der Heroinsüchtige irgendwelche moralischen Bedenken hätte, sondern weil es ihm peinlich wäre, so verdammt schlecht zu lügen. Und wie wir noch genauer erfahren werden, sind die Intelligent-Design-Typen tatsächlich schlechte Lügner.” Der Rest des ersten Kapitels ist einem ausführlichen Bericht über den Intelligent-Design (ID)-Prozess in Dover (Pennsylvania) gewidmet und legt mithilfe der Gerichtsprotokolle und der eigenen Aussagen der Kreationisten deren Lügen und Unehrlichkeit offen. Brown und Alston zitieren ausführlich aus der verworrenen, verwickelten Aussage von William Buckingham, der als kreationistischer Vorsitzender des Schulausschusses vor dem Prozess offen seine religiösen Beweggründe vertrat und dann - offenbar auf Anweisung seiner Anwälte - unter Eid mehrfach log, um seine Spuren zu verwischen. Brown und Alston fassen es so zusammen: “William Buckingham zu kennen, heißt die Millionen amerikanischen Mitbürger zu kennen, die nicht nur nichts über die Theorie wissen, die sie in Misskredit bringen wollen, sondern auch nichts über die Pseudotheorie, die an ihre Stelle treten soll. Es sind jene, die genau wissen, dass ihnen die grundlegenden Kenntnisse für eine Entscheidung zwischen beiden fehlen, und sich dennoch entscheiden, und das auch noch sehr lautstark; und die auf die Frage nach dem Motiv, so etwas zu tun, dann noch lügen, dass sich die Balken biegen. William Buckingham log, weil er glaubte, er müsse es tun, um seine Version der Wahrheit zu schützen - dass das wörtlich genommene Christentum die einzig wahre Religion ist und dass der Darwinismus seine größte Bedrohung darstellt.”

Das zweite Kapitel berichtet über die Bemühungen der Fundamentalisten, staatliche Stellen und das Schulsystem unter ihre Kontrolle zu bringen oder die Zehn Gebote in die Verfassung aufnehmen zu lassen; gleichzeitig werden die Heuchelei und Ignoranz derer entlarvt, die diese Kreuzzüge anführten. Der Richter John Roberts, Terry Schiavo, Phyllis Schlafly, Senator Tom Coburn aus Oklahoma, William Jennings Bryan und der Scopes-Prozess haben in diesem Kapitel ihren großen Auftritt. Im dritten Kapitel nehmen Brown und Alston einige besonders bizarre Vorstellungen der Kreationistenbewegung aufs Korn, so die “Sintflutgeologie” von George Macready Price und die ausgebliebenen Prohezeiungen der Milleritenbewegung (aus der die Siebten-Tags-Adventisten wurden); sie zielen auf Henry und John Morris, Ken Ham, den Dinosaurier vom Paluxy River und seine “menschlichen” Fußspuren, und den absichtlichen Missbrauch des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik; den Schluss bildet unter der Überschrift “Profiles in Stupidity” (”Profile der Dummheit”) eine bissige Satire auf die kreationistischen Bestrebungen, die Arche-Noah-Geschichte zu rationalisieren. Sie schließt mit den Worten: “Jahwe hat tatsächlich eine vielfach bewiesene Neigung, den Glauben seiner Anhänger auf die Probe zu stellen, und Zweifel an den heiligen Versuchen seiner frömmsten Anhänger, die junge Erde zu beweisen, sind sicher die größte Prüfung von allen. Solche Tricksereien wären eine Erklärung dafür, warum Henry Morris und sein Sohn John so fantasielose, dumme Puddinggehirne sind. Um die Kreationistenbewegung in Misskredit zu bringen, konnte Jahwe nichts Besseres tun, als ihre bekanntesten Vertreter zu erschaffen, wenn schon nicht nach seinem Ebenbilde, dann nach dem Bild eines leicht geistig behinderten konservativen Möchtegernkünstlers. Aber verdammt noch mal, das traue ich ihm glatt zu!”

Im vierten Kapitel spießen sie die verworrene Denkweise und die unehrliche Taktik der Intelligent-Design-Kreationisten auf, insbesondere William Dembski und Michael Behe. Brown und Alston zeigen, in welch großem Umfang die theologischen Vorstellungen der ID-Kreationisten das Motiv ihrer angeblich “naturwissenschaftlichen” Forschung darstellen, und dabei weisen sie die Verrücktheit und Heuchelei der Kreationisten mit deren eigenen Worten nach. Auch Hexen, der Senator Bill Frist und lesbische Bonoboschimpansen haben hier ihren Auftritt. Das fünfte Kapitel behandelt die deistische Philosophie der Gründerväter, die der Religion eine zu große Bedeutung in der Verfassung der Vereinigten Staaten verweigerten, und dann wird deutlich, wie die Fundamentalisten Worte und Absichten dieser großen Patrioten verraten, indem sie behaupten, die Vereinigten Staaten seien als “christliche Nation” gegründet worden. Am Ende steht der vollständige Wortlaut den berüchtigten “Keil-Dokuments” der ID-Kreationisten, das genau darlegt, mit welcher politischen und publizistischen Strategie sie der amerikanischen Wissenschaftlergemeinde und dem Bildungssystem ihre Ansichten aufzwingen wollen. Zusammenfassend stellen Brown und Alston fest, das Discovery Institute sei “willens, die Befunde richtiger Wissenschaftler falsch darzustellen, um so kurzfristige Siege im Propagandakrieg zu erringen, und es ist bereit, dies auch weiterhin zu tun, obwohl die betroffenen Wissenschaftler widersprechen, und obwohl es sich entschuldigt und Unterlassung zugesichert hat. Vor allem aber ist es gewillt, seine wahren gesellschaftlich-politischen Ziele hinter einem bewusst geknüpften Schleier der leidenschaftslosen wissenschaftlichen Untersuchungen zu verbergen, während es gleichzeitig die Wissenschaft verunglimpft. Wenn das Discovery Institute eine Lüge erzählt, tut es das, um der Wahrheit zu dienen. Da das Discovery für die Moral kämpft, steht es über der Moral. In Wirklichkeit sind die Absichten des Discovery Institute ganz einfach. Konservative sind in den seltensten Fällen kompliziert.”

Im letzten Kapitel mit der Überschrift “So you’ve decided to take a stand for science” (”Sie haben sich also entschlossen, für die Wissenschaft einzutreten”) fassen Brown und Alston die Situation zusammen; am Ende stehen Porträts der wichtigsten Beteiligten, die mit ihren eigenen Worten aufs Korn genommen werden, damit sich ihre Unehrlichkeit und Heuchelei offenbaren. Phillip Johnson, William Dembski, Stephen Meyer und dem ehemaligen Senator Rick Santorum wird die gleiche königliche Behandlung zuteil. Ken Ham von Answers in Genesis wird im Aussehen wie auch in seinem bizarren Verhalten mit einem Werwolf verglichen. Ausführlich beschreiben Brown und Alston Hams Bestrebungen, Schulkinder zu indoktrinieren, damit sie Lehrer ärgern, sich respektlos verhalten und den Unterricht stören.

Kurz gesagt, nimmt Flock of Dodos kein Blatt vor den Mund, und die Autoren unternehmen keinen Versuch, Freunde zu gewinnen oder Fundamentalisten zu beeinflussen. Es ist kein Buch für religös-empfindsame Leser, sondern für jene, die mit dem kreationistischen Unsinn zu tun haben und sehen wollen, wie er das verdiente Fett wegbekommt. Evangelikale werden darüber sicher nicht glücklich sein, aber nach meiner Vermutung rechnen die Autoren nicht damit, dass auch nur einer von denen es lesen wird. Reizvoll ist es aber für die vielen intelligenten, neugierigen Menschen (insbesondere solche im zynischen Collegealter), die sich Jon Stewart und Stephen Colbert auf dem Fernsehkanal Comedy Central und die Serie Bullshit! von Penn und Teller auf Showtime ansehen, die Spaß an schräger Satire haben und allen törichten Dingen respektlos gegenübertreten.

(Anm.: Die Wirtschaftswoche kürt den Dodo der Woche, also jemanden der besonders althergebrachte Ansichten vertritt.)
Posted in Wissenschaften, Evolutionstheorie

Samstag, 26. Mai 2007

Christopher Newton - zu Tode gefoltert

In Ohio wurde vorgestern eine Todesstrafe vollstreckt, an besagtem Christopher Newton. Die Vollstreckung des Todesurteils eine Schande. Ich weiß nicht was Newton getan hat, um in der Todeszelle zu landen. Die Vollstreckung der Strafe eine barbarische Tat. Er musste 10 mal mit dem Todescocktail gespritzt werden, die ganze Prozedur dauerte etwas mehr als 2 Stunden.
Ein ACLU-Rechtsanwalt meinte dazu, Newton wurde regelrecht zu Tode gefoltert. Um 10:03 morgens haben die Henker ihre Arbeit an Newton begonnen, der Tod Newtons konnte dann 11:53 erklärt werden. Dazwischen lag eine Tortur. Offensichtlich überfordertes Personal, schlechte Vorbereitung und noch schlechtere Ausführung.
Alles in allem barbarisch.
Die Timeline der Exekution. Der ganze Artikel bei MotherJones. Barbarisch, ein Land wo solches Tun stattfinden kann, legal.

Donnerstag, 24. Mai 2007

Besser als die Realität


Die gegenwärtige Bevölkerung der virtuellen Welten, bekannt unter dem Begriff "massively multiplayer online role-playing games" (mmorpgs), wie World of Warcraft, EverQuest und Second Life beläuft sich auf geschätzte 20 Millionen. Zum Vergleich Mexico City hat 19 Millionen Einwohner.
20% of mmorpg der Spieler behaupten von sich, ihre virtuelle Welt wäre der wichtigeste Ort zum Leben, die reale Welt a.k.a. meatspace ist nur ein Ort für essen und schlafen.
Die Spieler verbringen bis zu 22 Stunden in der Woche in ihren "virtuellen Lebensräumen". Zum Vergleich, ein Amerikaner braucht durchschnittlich 8,5 Stunden für Essen, in der Woche.
2005 richtete das Fantasie-Rollen-Spiel EverQuest ein feature ein, dass das bestellen einer Pizza bei Pizza-Hut ermöglicht, ohne den Computer zu verlassen.
1/3 der EverQuest Spieler verbringt mehr Zeit mit dem Spiel, als Zeit die für den Job notwendig wäre. 2 von 5 Spielern äußern, wenn es die Möglichkeit gäbe genug Geld im Spiel zu verdienen, würden sie ihren Job aufgeben.
mmorpg Spieler geben im Durchschnitt 135 Dollar aus, um virtuelles geld zu kaufen.
IGE Ltd., die Handelsplattform für virtuellen Währungen schätzt, dass die Spieler 2007 ca. 1,5 Mrd. US$ ausgeben umd virtuelle Güter und Dienstleistungen zu kaufen.
Second Life's Wirtschaft war 2006 86 Millionen Dollar Wert, die monatliche Wachstumsrate liegt moemntan bei 15%, dieses Jahr könnte der Wert bei 650 Millionen US$ liegen.
Im Januar 2007 gab Schweden bekannt, in Second Life die erste diplomatische Vertretung zu eröffnen, gleichzeitig wolle man auf die einkünfte der Spieler Steuern erheben.
Geschätzte 500.000 Chinesen arbeiten als Knechte, "gold farmers", um die virtuellen Güter zu produzieren und sie an die Spieler aus dem Westen zu verkaufen. Ein typischer "gold farmer" verdient 65-100 US$ pro Monat.
O Mee Pooba heißt, "ich bin schwanger", in Simlish, der Sprache der Sim-Spieler. Unter anderem hat Depeche Mode einen Song in dieser Sprache veröffentlicht.
Berühmtheiten tauchen als Avatare in Second Life auf, so Jay-Z, Arianna Huffington, Kurt Vonnegut, Suzan Vega u.a.
2003 veröffentlichte die Hisbollah ein Video, dass den Spielern ermöglichte eine Handgranate auf Ariel Sharon zu werfen.
Die amerikanische Armee und die Navy haben Rekrutierungs-Video zu laufen, um Ersatz für die Armee zu gewinnen. Das Video-Game der Armee wurde 17 Millionen-mal down-geloaded.
Ungefähr die Hälfte aller Spieler in den virtuellen Welten ist süchtig, nach ihrem Spiel.
Ach ja, ein Avatar von J-Lo kostet 5 US$, harte Währung.

Schöne virtuelle Welten, mal sehen wenn die Leute anfangen sich virtuell zu ernähren.
Gefunden bei motherJones.com

Mittwoch, 23. Mai 2007

Die USA - Die #1

  1. 1. im Ölverbrauch, in den USA werden täglich bis zu 20,7 Millionen Barrel Öl verbrannt, das entspricht dem Verbrauch von China, Russland, Japan, Deutschland und Indien zusammen genommen
  2. 1. in der CO2 Emission, jährlich werden 24.126.416.000 Tonnen CO2 in die Luft gepumpt. Die USA und ihre Gebiete sind für 5,8 Milliarden Tonnen CO2 verantwortlich. Das ist soviel, wie China, Russland und Indien zusammen.
  3. 1. in den Auslandsschulden. Diese belaufen sich auf 10,04 Billionen US$, fast ein Viertel aller Schulden in der Welt.
  4. 1. Rüstungshaushalt, 481 Mrd. US$ für die Rüstung, plus 142 Mrd. für den Krieg im Irak, plus 17 Mrd. für die Kernwaffen, die über das Energieministerium laufen,
  5. 1. im Waffenhandel, Verkäufe für 21Mrd. US$
  6. nicht die ersten im Autohandel, hier vertrauen die Kunden mehr und mehr japanischen Autos
  7. nicht die ersten im Export und Import, hier gibt es ein Defizit allein im Monat Februar von 6Mrd. US$
  8. Waffen bringen Geld und Gold, von 2001 bis 2005 haben die USA 2.099 Boden-Luft-Raketen an Länder der Dritten Welt geliefert, 20% mehr als Russland, dem nächst größten Waffenlieferanten.
  9. Im selben Zeitraum wurden 10 größere Einheiten, wie Flugzeugträger und Zerstörer an Entwicklungsländer geliefert. Die 4 größten Waffenproduzenten Europas lieferten 13 Einheiten aus.
Und so weiter und sofort. Mit den Waffen kann man gut verdienen. Ein nicht wegzudenkendes Geschäft in den USA. Krieg hat sich immer gelohnt, nur nicht für die, die ihren Arsch hinhalten müssen.
Gefunden bei MotherJones.com

Montag, 21. Mai 2007

Dr. Michael Shermer - UFOs, Phänomene, Himmelsleitern

und vieles andere mehr, spannend und unterhaltend. Der Skeptiker Shermer at his best. :)

Samstag, 19. Mai 2007

Die Achse der Affen: Kreationismus und ID in den USA

Auf dem GWUP-Blogein Vortrag im Kreationismus und Intelligent Design. Die USA im Griff christlicher Fundamentalisten.
Dr. Mahlon Wagner über Kreationismus und Intelligent Design (ID) in den USA, wo mehr als 94 Prozent der Bevölkerung an Gott glauben und viele nichts von der Evolution wissen wollen. Dazu beispielsweise Ex-Präsident Ronald Reagan, zitiert nach Dr. Wagner: “Es gbt in meiner Familie keine Schimpansen.”

Um die Haltung des amerikanischen Volkes der Evolution gegenüber zu verstehen, muss man zunächst den extrem starken Einfluss der Religion auf das öffentliche Leben verstehen. Die Mehrzahl der Amerikaner (einschließlich ihres Präsidenten George W. Bush) räumen ihrem fundamentalistischen bzw. evangelikalen Glauben einen weit höheren Rang im Umgang mit der Wirklichkeit ein als rationalem Denken und wissenschaftlichen Belegen. Dies führt zu einer Schwarz-Weiß-Sicht der Welt, die es ihnen erlaubt, Menschen, Ideologien und ganze Nationen als gut oder böse, terroristisch oder freiheitsliebend, Freund oder Feind zu klassifizieren. Frei nach George W. Bush: “Mein Glaube gibt mir die Freiheit, das Richtige zu tun … ohne mich darum zu sorgen, was als nächstes kommt.”

Hinzu kommt, dass christliche Fundamentalisten und Anti-Intellektuelle gut ausgebildeten, liberalen Akademikern in der Regel misstrauen. Sie verwehren ihren Kindern den Zugang zu höheren Ausbildungswegen und lehnen zentrale Kontrollinstanzen von Bildung, Kirche und Religion meist ab, um möglichst viel Unabhängigkeit zu bewahren.

Für die Zukunft der Evolutionslehre in den USA ist Wagner nicht sehr optimistisch: Kreationismus und Intelligent Design sind auf dem Vormarsch. Kein Politiker habe den Mut, die christlich motivierten Pseudowissenschaften in ihre Schranken zu verweisen und aus den Schulen zu verbannen, bedauert er.

Freitag, 18. Mai 2007

Können wir das amerikanische Empire beenden, bevor es uns beendet?



Chalmers Johnson Historiker und Essayist von TomDispatch
über die Richtung der USA in ihrer Innen-und Außenpolitik. Entsprechend einer NBC News/Wall Street Journal Umfrage sind 78% der Amerikaner davon überzeugt, dass ihr Land in die falsche Richtung marschiert. Nur noch 22% glauben, dass die Politik der Bush Regierung einen Sinn macht. So schlecht waren die Umfragewerte seit 1992 nicht mehr für einen Präsidenten und seine Regierung. Das Spektrum der Meinungen über die Ursachen der gegenwärtigen Krise in den USA ist gewaltig.
Die Menschen haben insgesamt über 113 Millionen USA für den Wahlkampf des neuen Präsidenten gespendet. Uns sie sind sich heute sicher, dieses Geld ist vergeudet.
Die Demokraten nutzen nicht die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel um eine politische Wende herbeizuführen. Die Probleme, von denen sich die meisten Amerikaner eine Lösung erhofft hatten bestehen weiter, der Irak-Krieg mit all seinen Folgen, Guantanamo, der Krieg gegen den Terror, geheime Gefängnisse der USA in den Ländern der Welt. Keine klaren Entscheidungen.
Amerikanische Soldaten und CIA - Angehörige foltern weiter.
Und nicht zu letzt, die bürgerlichen Freiheiten im eigenen Land werden zunehmend eingeschränkt oder stellenweise abgeschafft. Die Demokratie in den USA auf dem Prüfstand!
Der ganze Artikel bei AlterNet

Donnerstag, 17. Mai 2007

GWUP 2007 - Psychotechniken


Heute findet die XVII.GWUP Kongerenz in Darmstadt statt. Thema Psychotechniken. Das ganze auch als Online-Konferenzim Blog der GWUP. Dort können die Theamtiken, die Redner online verfolgt werden.
Die deutschen Skeptiker haben sich etwas einfallen lassen.

Dienstag, 15. Mai 2007

Nukleares Kriegsspiel



Nina Berman hat bei AlterNet einen Post veröffentlicht, in dem sie ein nukleares Kriegsspiel des Homeland Ministeriums schildert.
Islamische Terroristen stehlen hochangereichertes Uran in Pakistan, transportieren es nach Somalia, von da nach Mexiko und schmuggeln es dort über die Grenze in die USA. Eine 10Kt Bombe wird zusammengebaut und zur Detonation gebracht, 6.000 Menschen werden sofort getötet. Einige Tausend haben ernsthafte Brandwunden und leiden an der Strahlenkrankheit. Hunderttausende fliehen in Panik, suchen Schutz. Zweihundert Quadratmeilen sind radioaktiv verseucht. Die Nationalgarde, mit der Armee, der Air-Force, Spezial-Einsatzkräften, Feuerwehren, die Polizei und das amerikansiche Rote Kreuz sind im Einsatz um den Verletzten zu helfen und den Frieden zu sichern.

Eine Szenario wird geschildert und geübt, welches offizielle Vertreter der Homeland Security für mögliche halten. Man übt im Muscatatuck Urban Training Center (MUTC) im südlichen Indiana.
Das U .S. Northern Command (Northcom) probt dort die Größte, jemals durchgeführte Nuklearkatastrophe in den USA. Die Beteiligten werden bezahlt, es wird reichlich mit Ersatzblut gearbeitet, die Akteure finden es lustig.
Man trainiert den Ernstfall, man will vorbereitet sein und übt die möglichen Szenarien.
Mögen diese niemals eintreten. Die Konsequenzen wären fürchterlich, für die ganze Menschheit.

Zombie last supper

frei nach Da Vinci

Montag, 14. Mai 2007

John Travolta wütend über die BBC



Schauspieler John Travolta und andere Mitglieder der Scientology Sekte(Kirche) schäumen vor Wut. Der Grund ist eine Sendung der BBC vom Sonntag-Abend, über die umstrittene Kirche. Dem Moderator der Sendung John Sweeney werfen sie Befangenheit vor.
Sweeney hätte seine Beherrschung verloren und so ein vollkommen ffalsches Bild der Kirche vermittel. Der Beitrag soll überarbeitet werden, so Travolta.
Über den Kontrollverlust Sweeney´s ein Clip von YouTube.

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Naturalismus - kein Dogma!

Wir haben die Lande gemessen, die Naturkräfte gewogen, die Mittel der Industrie berechnet, und siehe, wir haben herausgefunden, dass diese Erde groß genug ist, dass sie jedem hinlänglichem Raum bietet, die Hütte seines Glücks darauf zu bauen; dass diese Erde uns alle anständig ernähren kann, wenn wir alle arbeiten und nicht einer auf die Kosten des anderen leben will; und das wir nicht nötig haben, die ärmere Klasse an alle Himmel zu verweisen.

Heinrich Heine, Romantische Schule, 1835

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Der hätte die Abrissfirma...
Der hätte die Abrissfirma mit einem Handtuch erschlagen....
nickpol - 15. Juni, 13:59
in doors we trust
yeah, that'll be true :)
nickpol - 21. Januar, 10:30
Wer hat denn Wissenschaft...
Wer hat denn Wissenschaft zur Religion erhoben. Etwas...
nickpol - 19. Juni, 09:17
Bei mir hier heissen...
Bei mir hier heissen die Mulwarp, und wenn sich einer...
schlafmuetze - 27. Februar, 20:44
Danke Misanthrop, dir...
Danke Misanthrop, dir auch :)
nickpol - 31. Dezember, 13:31
Ich halte nicht viel,...
Ich halte nicht viel, oder besser gesagt gar nichts...
nickpol - 18. Oktober, 15:03
sieht doch gut aus, in...
sieht doch gut aus, in meiner verehelichten Zeit lief...
schlafmuetze - 17. August, 22:57
@Ansuzz
nicht aus allen Philosophien und Religionen etwas....
schlafmuetze - 8. August, 20:23

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