Gefällt mir. Da bricht ein Vulkan aus. Er macht genau das, was man von einem Vulkan erwartet. Er spukt Lava, Wasserdampf und jede Menge Staub aus und das alte Europa geht in den verkehrslogistischen Kollaps. Das Bundeskabinett was europaweit verteilt. Der Verteidigungsminister hängt in der Türkei, die Kanzlerin in Portugal Guido ist auch nicht an seinem Platz und bei Twitter fragt man sich, ob es nicht irgendwo in der Bundeswehr einen reformwilligen, demokratischen General gibt, der das Zeug in der Hose hat die Geschicke des Landes in die Hand zu nehmen.
Die dänische Königin kann ihren Geburtstag nur mit reduzierter Prominenz feiern, die Beerdigung des polnischen Präsidenten wird wohl ohne großes Theater über die Bühne gehen. Tausende von Passagieren hängen fest. Alles nur wegen eines Vulkans. Wäre er ein Lebewesen, wäre er mein Held, zeigt er doch auf anschauliche Art und Weise was wir sind, kleine Scheißer, die bei entsprechenden Naturgewalten ihre ganze technologische Gesellschaft in die Tonne kloppen können.
Mit seinem letzten Buch riskiert der Bestseller Autor Philip Pullman Christen zu beleidigen. Es ist ein fiktiver Bericht über den “guten Mann Jesus” und den Schurken “Christ”.
Pullman ist ausgesprochener Atheist. Leicht versteckt hat er mit seiner Trilogie His dark Materials Katholiken angesprochen und verärgert. Die Trilogie ist ein Angriff auf die organisierte Religion, wie sie sich insbesondere in Form der katholische Kirche darstellt. His dark Materials war ein gewaltiger Erfolg, der erste Band Der Goldene Kompass wurde in Hollywood verfilmt. Der Verfilmung der beiden restlichen Teile der Trilogie wurde durch evangelikale Christen in den USA verhindert.
Der The Good Man Jesus and the Scoundrel Christ ist aber eine weit stärke Durchdringung der Grundlagen des Christentums und ihrer Kirchen, genauso wie die Faszination und Stärke des Geschichtenerzählens.
Im Roman selbst hat Jesus einen Zwillingsbruder namens Christ, welcher geheim die Lehren seines Bruders aufzeichnet und durch auschmücken verändert.
Wenn sich ein Christ finden würde, der darüber verärgert ist, dass Pullman eben die Bezeichnung “Christ” mit dem Adjektiv “schurkisch” oder “Gauner” versehen hat, meint Pullman ganz einfach, “Ich weiß, dass das schockierend ist, aber niemand hat das Recht ohne Schock zu leben”, ” niemand muss dieses Buch lesen und niemand hat das Recht mich am schreiben dieses Buches zu hindern.”
Im Buch selbst ist “Christ” der Lockvogel eines mysteriösen Fremden, der den Prediger und seinen Glauben für eine im Brennpunkt stehende neue Religion ausnutzen will. Eine Religion, die für eine mächtige und wohlhabende Institution konserviert und ebenso kontrolliert wird. Die Kirche!
Israelische Linke rufen in offenem Brief an die Linkspartei zu Dialog über Nahostkonflikt auf
In einem Offenen Brief an die LINKE haben über 100 linke Israelis ihre Erwartungen an eine solidarische Politik der deutschen Linkspartei deutlich gemacht und Kritik an Teilen der Partei geäußert, die die israelische Politik im Nahen Osten unterstützen. Zu den Unterzeichnern gehören Universitätsgelehrte und Publizisten ebenso wie Aktivisten der
politischen Linken und Künstler. Im folgenden Auszüge aus dem Brief.
Wir haben uns zu diesem Brief entschlossen, nachdem uns wiederholt Berichte über Aktivitäten Eurer Partei bezüglich der Situation in Israel/Palästina bekannt wurden, so die Teilnahme von führenden Mitgliedern Euer Partei an einer Demonstration im Januar 2009 in Berlin, auf der die Weiterbombardierung des Gaza-Streifens gefordert wurde; das Bestehen und die . Akzeptanz eines Bundesarbeitskreis in Eurer Partei (BAK Shalom), der jedes militärische Vorgehen des Staates Israel
unterstützt und militaristische und nationalistische Propaganda
betreibt; schließlich das Schweigen der Mehrheit der führenden
Parteimitglieder zur israelischen Besatzungspolitik. All das hat uns bewogen, unsererseits nicht länger zu schweigen, sondern zu
intervenieren. Das Andenken an den Holocaust und der auch heute in Deutschland gebotene Kampf gegen Antisemitismus gehören zu den wichtigsten Aufgaben jeglicher emanzipatorischen Bewegung. Nicht trotz, sondern gerade aufgrund dieser Tatsache fällt es uns schwer nachzuvollziehen, wie man die israelische Besatzungspolitik in Deutschland als Teil der »Lehren aus der deutschen Geschichte« rechtfertigen kann.
Die intensiven diplomatischen und militärischen Aktivitäten der
Bundesrepublik in der Region und die aktive Unterstützung der
israelischen -Besatzungspolitik reichen uns, um in der BRD einen der Akteure zu sehen, die für die durch die israelische Regierung begangenen Verstöße gegen das Völkerrecht und für die israelischen Kriegsverbrechen mit verantwortlich sind. Aus diesem Grund denken wir, dass es unser Recht ist, von Euch als AktivistInnen für soziale Veränderung in Deutschland und als Mitglieder in einer Partei, die im Parlament und in regionalen Regierungen vertreten ist, Verantwortung für das Vorgehen
Eures Staates in Bezug auf unser Land zu übernehmen.
Die andauernde Besatzung und Entrechtung sind keine innerisraelischen Angelegenheiten. Die antidemokratische Herrschaft des Staates Israel über mehr als drei Millionen PalästinenserInnen, die kein Wahlrecht haben, und die Kriegsverbrechen, die in den besetzten Gebieten stattfinden, sind die Angelegenheit von allen, denen die Menschenrechte
ein Anliegen sind. Vor allem aber tragen die Bürgerinnen von Europa wegen ihrer - auch in der Gegenwart weiterhin stattfindenden kolonialistischen Interventionen im Nahen Osten eine besondere Verantwortung für den Konflikt. Angesichts dessen ist eine Scheu davor, Israel zur Verantwortung zu ziehen, unangebracht. Die ökonomische, militärische und politische Unterstützung, die Israel von der EU und besonderes von Deutschland erfährt z. B. in Form von Waffenlieferungen
und von Investitionen oder, indem Israel ein bevorzugter Status imHandelsabkommen mit der EU eingeräumt wird, fördern einen
Friedensprozess nicht, sondern tragen zur Aufrechterhaltung der
Besatzung und zur umfassenden Repression gegenüber der palästinensischen Bevölkerung bei. Außerdem verstärkt diese Unterstützung Militarisierungsprozesse und die Erziehung zu Rassismus und Intoleranz in unserer Gesellschaft.
Darüber hinaus bedürfte es angesichts der Schwäche der
PalästinenserInnen eines stärkeren Drucks auf Israel seitens der
Internationalen Gemeinschaft. Die stärkere Seite wird ohne wirksamen Druck ihre Positionen niemals aufgeben. Der Staat Israel hat immer wieder bewiesen, dass er nicht zu einem Friedensabkommen und zur Beendigung der Besatzung bereit ist, ohne dass im Ausland intensiv Druck ... ausgeübt würde.
Wir sind ermutigt durch Eure letzten Wahlerfolge und hoffen, dass Euer Erstarken dafür sorgt, in Sachen soziale Gerechtigkeit, Bürgerrechte, Feminismus und Antirassismus in Deutschland eine, neue Agenda auf die Tagesordnung zu bringen. Wir sind überzeugt, dass eine linke und solidarische Politik auch eine internationalistische Agenda haben muss,
und wir erwarten, dass sich Eure Partei auch in diesem Bereich am weltweiten Dialog mit linken, antirassistischen und feministischen Kräften aktiv betätigt. Als Teil eines solchen Dialogs möchten wir unsere Positionen zur Politik Eurer Partei in Bezug auf den Konflikt in Israel/Palästina darstellen.
Wir sind der Auffassung, dass der Staat Israel für die Besatzung, die rassistische Separatinn und die Kriegsverbrechen nicht belohnt und darin bestärkt werden sollte. Nur eine internationale Politik, die Israel klarmacht, dass Verstöße gegen das Internationale Recht nicht zu akzeptieren sind, kann einen gerechten Frieden für alle Bewohnerinnen des Landes bringen. Einige konkrete Forderungen, die Eure Partei stellen könnte, sind z.B:
- die Einstellung aller deutschen Waffenexporte nach Israel.
- die Verhinderung der Aufwertung der Handelsabkommen zwischen der EU und Israel. Deutschland und andere Mitgliedsstaaten der EU versuchen, diese Handelsabkommen mit Israel weiter aufzuwerten, obwohl solche Abkommen die Respektierung elementarer Menschenrechte im Partnerland
fordern.
- ein allgemeines Importverbot für israelische Produkte in die EU, die ganz oder teilweise in den besetzten Gebieten (inklusive Ostjerusalem) produziert werden.
- die Förderung von Gerichtsverfahren gegen die Täter bei
Kriegsverbrechen in Israel/Palästina und die Umsetzung der Empfehlungen des Goldstone-Berichts.
- die Unterstützung von Organisationen und AktivistInnen der
Zivilgesellsehaft in Israel/Palästina und vor allem des gewaltfreien und basisdemokratischen Widerstands gegen die Mauer und die Siedlungen in
den besetzten Gebieten.
Abgesehen von diesen Vorschlägen hoffen wir, dass Eure Partei sich erfolgreich darum bemühen wird, in Deutschland eine Debatte über die Bedeutung der deutschen Verantwortung für das Geschehen im Nahen Osten zu initiieren. Es sollte eine Debatte sein, die aus einer historischen und aktuellen Sicht, die alle Bewohnerinnen der Region gleichermaßen berücksichtigt, eine Politik des Friedens, der sozialen Gerechtigkeit und der Menschenrechte fördert. Wir würden uns freuen, zusammen mit
unseren palästinensischen Genossinnen und Partnern an den Debatten in Eurer Partei über das Geschehen in unserer Region teilzunehmen und hoffen, dass dieser Brief zu einem fruchtbaren und gleichberechtigten Dialog zwischen der Linken in Deutschland und der Linken in Israel/Palästina beiträgt.
Führende Vertreter der Bush-Administration übten heftigen Druck auf die 9/11-Kommission aus, um sie daran zu hindern, die Terroranschläge vom 11. September 2001 zu gründlich zu untersuchen; das geht aus einem Dokument hervor, das kürzlich der ACLU zugespielt wurde. (American Civil Liberties Union – US-amerikanische Bürgerrechtsunion)
zum Artikel hier weiterlesen
Fragen über Gut und Böse, Falsch oder Richtig sind im allgemeinen keine Frage, die Wissenschaft beantwortet.
Sam Harris argumentiert nun, dass aber genau Wissenschaft das tun sollte. Wissenschaft als moralische Instanz, die Formung menschlicher Werte und die Darstellung dessen, was ein gutes Leben ausmacht.
"Reporter ohne Grenzen" veröffeentlicht eine Liste mit den Feinden des Internets. Sie wollen damit die Aufmerksamkeit der Öffentlichtkeit auf die Tatsache lenken, dass es Länder gibt, die ihren Bürgern den Zugriff aufs Internet gänzlich verbieten oder nur partiell erlauben.
Der Bericht nennt folgende Länder:
Saudi Arabien, Burma, China, Nord Korea, Kuba, Ägypten, Iran, Usbekistan, Syrien, Tunesien, Turkmenistan, und Vietnam.
Komplett sperren Burma, Nord Korea, Kuba und Turkmenistan den Zugang für ihre Bürger. In China sind 72 Internet-Nutzer inhaftiert, in Vietnam 17 und im Iran 13.
Unter Beobachtung stehen Australien und Süd-Korea, insbesondere wegen der Filterung der Inhalte des Internets. Neu auf der Liste sind Russland und die Türkei. In Russland werden kritische Internet-Nutzer einfach weggesperrt und das Netz in zunehmenden Maße als Werkzeug für die politische Kontrolle genutzt. Die Türkei sperrt vor allem Youtube und andere Webportale. Ebenso unter Beobachtung stehen, Weissrussland, was uns nun gar nicht wundert, die Arabischen Emirate und Thailand.
Das System katholische Kirche steht zur Diskussion, scheinbar. Hätte man die Offenbarungen in den USA und Irland hierzulande ernst genommen und kritisch hinterfragt, wäre die Überraschung nicht so deutlich geworden. Oder ist diese nur gespielt, hat nicht jeder insgeheim gedacht, na, ist es in Deutschland nicht ebenso. Es geht um Kindesmissbrauch! Es wird gelogen, getäuscht und getrickst. Nur noch Einfältige, oder kirchliche Würdenträger glauben an Einzelfälle. Längst geht es nicht mehr darum ob ein paar Priester sich falsch verhalten haben, oder ob sie schlicht mit der Aufgabe überfordert waren. Die Institution Kirche hat weggeschaut und dann vertuscht. Die Opfer sind egal, Bischöfe und Kardinäle reagieren mit Arroganz und Häme. Damit ist das Problem deutlich. Es ist nicht der Missbrauch schützenswerter Personen, dass Problem ist die Kirche selbst. Das sind die Lügen, Betrügerein und Intrigen, alles zum Wohle der eigenen Macht.
Der Zölibat, ein Kalkül dynastischen Denkens, sichert er doch die Unteilbarkeit religiöser Macht auf weltliche Art und Weise.
Hunderte von Millionen Dollar hat der katholische Popanz in den USA den Opfern von Missbrauch und Willkür gezahlt. In Irland gab es eine unabhängige Untersuchungskommission, die Frage ist deutlich zu formulieren, wann wird eine entsprechende Kontrollinstanz ins Leben gerufen, die den Pfaffen auf die Finger schaut? Wann werden gleiche Massstäbe angesetzt, wie sie für “weltliche” kriminelle Straftäter zur Anwendung kommen.
Die Aufregung des Jahres 2007 im Bistum Regensburg war groß. Ein pädophiler Priester war aufgeflogen, einer der 2004 in eine nichtsahnende Gemeinde versetzt wurde, obgleich vorher rechtskräftig verurteilt. Ob nun Canisius Kolleg, Ettal, Fürstenfeldbruck, Sankt Ottilien oder Riekofen, wann werden solche Subjekte aus verantwortlichen Positionen der katholischen Kirche entfernt und zwar so entfernt, dass ihnen zukünftig Möglichkeiten der Wiederholung verwehrt bleiben. Der katholische Arbeitgeber hat ja bisher immer noch für entsprechendes “Frischfleisch” gesorgt. Wie lange noch darf sich die Kirche erlauben ihr Ansehen höher zu stellen als das Wohl der Opfer. Oder ist es legitim vom “Staate im Staat” zu sprechen. Was der Kirche nützt ist Gott-gewollt, egal was es die Lebenden koste und wenn es die psychische und physische Gesundheit unserer Kinder ist.
Die heile Welt der katholischen Schulen und Internate ist zusammengebrochen. Es hat sie aber nicht gegeben. Die Aussenstehenden haben den Schein viel lieber gemocht als etwaige Probleme. Das Versagen der weltlichen Kontrollinstanzen ist ebenso öffentlich, auch dort wurde weggeschaut, gelogen und getrickst.
Kontrolle tut not, die Hierarchie der katholischen Kirche sollte transparent sein, da wo sie sich weigert gehört weltlicher Zwang angewendet, nur so kann notgeilen Priestern und Lehrern auf die Pfoten gehauen werden.
Wir haben die Lande gemessen, die Naturkräfte gewogen, die Mittel der Industrie berechnet, und siehe, wir haben herausgefunden, dass diese Erde groß genug ist, dass sie jedem hinlänglichem Raum bietet, die Hütte seines Glücks darauf zu bauen; dass diese Erde uns alle anständig ernähren kann, wenn wir alle arbeiten und nicht einer auf die Kosten des anderen leben will; und das wir nicht nötig haben, die ärmere Klasse an alle Himmel zu verweisen.