Vom Baptisten bis Pfingstler
Baptisten
Die ersten Gemeinden entstanden Anfang des 17. Jahrhunderts aus der Reformationsbewegung heraus. Die Baptisten lehnen die Säuglingstaufe ab, weil sie der Überzeugung sind, dass sich jeder Mensch bewusst für Jesus Christus entscheiden soll. In Deutschland sind sie im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden organisiert, dem mitgliederstärksten Zusammenschluss evangelikaler Christen.
DEA
Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) ist ein Verbund evangelikaler Christen, der vor allem die Mission zum Ziel hat. Mit der DEA arbeiten nach eigenen Angaben etwa 190 Organisationen zusammen, sie selbst hat mehr als 1000 Ortsgruppen. Zudem sind unter anderem die Missionsorganisation Pro Christ und der Evangeliums-Rundfunk eng mit ihr verbunden.
FEG
Wie die Baptisten sehen sich die Freien Evangelischen Gemeinden als Gemeinschaft von bewusst Glaubenden. Es gibt keine prinzipielle Unterscheidung von Klerus und Laien. Die erste deutsche FEG wurde 1854 gegründet, die Mannheimer Gemeinde existiert seit 1992 und hat 90 Mitglieder.
Fundamentalisten
Charakteristisch für Fundamentalisten sind eine Fixierung auf das Böse sowie die Ablehnung des Feminismus, des Pluralismus und der historisch-kritischen Bibelauslegung. Reinhard Hempelmann von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen unterscheidet zwischen Wort- und Geistfundamentalismus: Ersterer glaubt an die absolute Irrtumslosigkeit aller Aussagen der Bibel, Letzterer an Heilungen oder Ekstase als sichtbare Gottesbeweise.
Pfingstler
Im Mittelpunkt der Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Pfingstbewegung steht der Glauben an das Wirken des Heiligen Geistes in der Form von Heilungen, Visionen und Ekstase der Gläubigen. Seit den 70ern gründeten sich zahlreiche autonome, sogenannte charismatische Gemeinden, die diese Glaubenspraxis übernahmen. Experten haben zuletzt einerseits eine abnehmende Radikalität, andererseits eine stärkere Zusammenarbeit dieser Freikirchen beobachtet.
Wort und Wissen
Die "Studiengemeinschaft" verteidigt mit wissenschaftlichem Vokabular den Kreationismus, also die Lehre von der biblischen Schöpfungsgeschichte als historischer Tatsache. 2006 soll in zwei hessischen Schulen ein W+W-Buch verwendet worden sein. Kultusministerin Karin Wolff (CDU) schlug später vor, theologische Fragen sollten im Unterricht zusammen mit biologischen behandelt werden. In Mannheimer Schulen gab es über dieses Thema nach Auskunft der Behörden bislang keine Auseinandersetzungen.
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