Die wahre Geschichte - Filipino Monkey
Das Pentagon hat ein kleines Handgemenge, vor der Küste des Irans, zu einer handfesten Bedrohung aufgebaut. Und niemand ist darüber ernsthaft besorgt.
»Sie werden in einigen Minuten explodieren.« So wie das Pentagon berichtet kamen diese drohenden Worte von einem Matrosen der Iranischen Garde, welcher sich an Bord eines bewaffneten Schnellbootes befand, dass wiederum unangenehm nah in der Nähe eines amerikanischen Schiffes kreuzte. Dieser Zwischenfall ist beinahe in eine militärische Konfrontation mit dem Iran eskaliert.
Aber, es gibt ein Problem mit der Version des Vorfalls, wie er vom Pentagon geschildert wird. Die Bedrohung ging weder von einem iranischen Matrosen aus, noch war die Situation der gestalt, wie sie vom Pentagon portätiert wird. Man ist nahe daran, aus einem unbedeutenden Vorfall einen casus belli zu spinnen. Wie hat der demokratische Kongress reagiert, als er von der gefälschten Darstellung des Vorfalls Kenntnis bekam? Inzwischen sind 6 Wochen vergangen, ohne eine entsprechende Anfrage des Kongresses. Sollte der Kongress jedoch auf die Idee kommen den Vorfall in der Strasse von Hormuz untersuchen zu wollen, müssen diese ziemlich breit angelegt werden. Die Bush-Regierung kann bei ihrer Darstellung nicht bleiben. Schon jetzt gibt es eindeutige Aussagen über den realen Ablauf des Vorfalls.
Nach neuen Berichten, wie sie nun zu hören sind, passierte am 06.Januar 2008 folgendes: Drei Schiffe der Navy kreuzten den Kurs von 5 Schiffen der iranischen Garden, welche insgesamt mit 2-3 Dutzend Matrosen bemannt waren. Die iranischen Matrosen verspotteten die amerikanischen, als diese in der Strasse von Hormuz auftauchten und kreuzten sehr eng den Kurs der amerikanischen Schiffe. Das war aggressiv, sicher, aber in dieser eng befahrenden Strasse gibt es gar keine andere Möglichkeit als sich gefährlich nahe zu kommen. Eine halbe Stunde später, passierte es dann. Im Informationskanal, den die amerikanischen und iranischen Schiffe benutzten tauchte eine männliche Stimme auf, die letztlich diese infame Warnung aussprach. Er sprach englisch, aber ohne persischen Akzent. Das Pentagon schätzte den Vorfall recht unterschiedlich ein. Höhere Chargen ordnen diese mysteriöse Stimme einem Witzbold zu, der immer mal wieder im Funkverkehr der amerikanisachen Schiffe auftaucht, bis jetzt aber noch nicht identifiziert wurde. Sein Spitzname »Filipino Monkey«.
So wurde aus diesem unbedeutendem Vorfall, durch die Bush-Regierung ein mögliches Kriegsszenarion aufgebaut, nur hat man sich eben beim copy&paste erwischen lassen.
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