Sonntag, 25. März 2007

50 Jahre EU - und Papst-Schelte aus Rom

Die EU wird 50, alle feiern und sind in guter Stimmung. Grund, die EU, wurde doch erstmalig mit den EU-Verträgen der Kreislauf Krieg-Frieden-Krieg in Europa dauerhaft unterbrochen. Der Humanismus hat in Europa gesiegt. Wir sind im Ausland, sind es wiederum aber auch nicht, wir fahren über Grenzen, die als solche nicht mehr erkennbar sind und sollten uns erinnern, wieviel Blut und Menschenleben dieses Europa in der Vergangenheit gekostet hat.
Nur einer meckert, der selbsternannte katholische Popanz aus Rom, der etwas von christlichen Werten faselt, dabei aber in Anspruch nehmen will, die Werte der europäischen Aufklärung für sich zu vereinnahmen. Er hat zu schweigen, es sind nicht die Werte des Katholizismus oder die der Kirchen die Europa auf den Weg gebracht haben und schon gar nicht die katholische Verlogenheit. Die Vernunft hat gesiegt in Europa und sie hat nichts gemein mit den religiösen Scharaden aus Rom, wir können auch die nächsten 50 Jahre darauf verzichten.

Freitag, 23. März 2007

Kongress „¡Die erschöpfte Theorie? Evolution und Kreationismus in Wissenschaften“


15.-17. Juni 2007 an der Universität Trier

Zum Hintergrund:
In den vergangenen Jahren ist der Streit um die Schöpfungslehre und die Evolutionstheorie wiederholt von Medien mit großer Reichweite aufgegriffen worden. Damit ist eine Kontroverse wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt, die längst im Sinne der Theorie Charles Darwins entschieden schien: die Frage nach der Entstehung der Arten. Seit den 1980ern drängte, ausgehend von den USA, eine christliche Bewegung mit der Forderung, die Schöpfungslehre müsse an staatlichen Schulen gelehrt werden, in den öffentlichen Diskurs. Federführend sind insbesondere evangelikale Gruppierungen, die aufgrund massiver Missionstätigkeit in Lateinamerika, sukzessive aber auch in Europa und Asien stärker werden und an Einfluss gewinnen. Ihre Argumentation stützt sie auf die Vorstellungen des Kreationismus und zunehmend auf das vermeintlich wissenschaftliche Erklärungsmodell des Intelligent Design (ID).

Der Kongress:
Der Kongress „¡Die erschöpfte Theorie? Evolution und Kreationismus in Wissenschaften“ vom 15. bis 17. Juni 2007 an der Universität Trier möchte die Kontroverse unter der Perspektive des Vordringens des Kreationismus in die Schulpraxis (durch einen internationalen Vergleich) sowie die Schuldidaktik im deutschsprachigen Raum (durch eine Untersuchung der Lehrmittel) kritisch beleuchten. Dabei sollen jene Gesichtspunkte in Zusammenhang mit der neoliberalen Privatisierungspraxis im Bildungsbereich und der damit verbundenen verstärkten Ausbreitung von privaten Bildungseinrichtungen gebracht werden. Diese übergeordnete Fragestellung lehnt sich an den 2003 an der Universität Trier veranstalteten Bildungskongress „Die ewige Wiederkehr des Religiösen. Kongress zur Untersuchung der Auswirkungen von Religion und Esoterik in Erziehung und Bildung“ an, dessen Dokumentation 2005 unter dem Titel „Mission Klassenzimmer. Zum Einfluss von Religion und Esoterik auf Bildung und Erziehung“ erschien.

Darüber hinaus möchte der Kongress die Institutionalisierung und Vernetzung der Bewegung um das Intelligent Design (ID) als ein Beispiel für konservative Strategien zur Durchsetzung wissenschaftlich nicht belegter Auffassungen in den Lehrplänen staatlicher Bildungsanstalten thematisieren („Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen e.V.“, das „Evangeliumsnetz“ etc.).

Dieser „Verwissenschaftlichung“ und „Gesellschaftsfähigkeit“ der Schöpfungslehre steht das Interesse an der Übertragbarkeit des Darwinschen Evolutionstheorems auf gesellschaftliche Fragestellungen gegenüber. Einige Thesen der Soziobiologie als der wissenschaftlichen Disziplin, die das Sozialverhalten von Lebewesen auf seiner evolutionsbiologischen und genetischen Basis zum Gegenstand hat, sollen während des Kongresses vorgestellt, diskutiert und in ihren Folgen reflektiert werden. Mit der Thematisierung der oft vor der Folie des rassistischen, biologistischen Gedankenguts kritisierten Wissenschaft ist der Impuls für eine bislang nur unzureichend geführte und häufig irrational geprägte Diskussion beabsichtigt.

Kooperation an der Universität Trier:
Der Kongress ist ein gemeinsames Projekt des Arbeitskreises Kritische Theorie[n] und der Professur für Ethnologie (Prof. Dr. Christoph Antweiler), Fachbereich IV der Universität Trier. Begleitend zum Kongress ist ein Kulturprogramm vorgesehen, das in Kooperation mit einem hiesigen Kino eine Filmreihe (Spiel- und Dokumentarfilme) zeigen möchte. Ebenso sollen Künstler eingeladen werden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Unterstützt von Brights Deutschland:
Brights Deutschland unterstützt Aktionen, welche der Verbreitung und Vermittlung der Evolutionstheorie dienen und somit auch dazu beitragen, das naturalistische Weltbild zu popularisieren. Die Evolutionstheorie erklärt die Entstehung des Lebens erfolgreich ohne Rückgriff auf übernatürliche Wesenheiten.

ANMELDUNG

Donnerstag, 22. März 2007

Koran, Gewalt in der Ehe und deutsche Richter



Eine Muslimin will sich scheiden lassen, ihr Mann hatt sie offensichtlich geschlagen, und beantragt die Aussetzung des Trennungsjahres. Die zuständige Richterin lehnt das ab, Begündung, der Koran rechtfertige Gewalt in der Ehe. Höchst bedenklich solche Entscheidungen, zum einen ist dem Befangenheitsantrag gegen die Richterin stattgegeben worden, zum anderen wird klar, religiöse Normen finden Eingang in deutsche Rechtssprechung. Es sollte nicht verwundern, wenn deutsche Richter demnächst Urteile fällen auf der Grundlage der Scharia, vielleicht sollte man ihnen dann Bildungsurlaube in Saudi-Arabien vermitteln, Köpfen, abhacken von Gliedmaßen, deutsche Richter haben da bestimmt noch Nachholebedarf, sie müssen sich an neue Rechtsnormen gewöhnen.
Ausführliche Darstellung des Ganzen bei Der Welt.

Dienstag, 20. März 2007

Bush's Schatten Armee


Die Bush - Regierung ist in steigendem Maße abhängig von privaten Sicherheitskräften, die ihre schmutzige Arbeit zu verrichten haben.
Am 10.September 2001, bevor viele Amerikaner etwas von Al-Quaida überhaupt gehört hatten und damit verbunden über den Krieg gegen den Terror, schritt Donald Rumsfeld zum Podium, um seine erste grosse Botschaft als Verteidigungsminister der USA zu verkünden. Rumsfeld gab eine Kriegserklärung ab. Die Kriegserklärung war gegen das Pentagon selbst gerichtet, gegen seine Bürokratie. So donnerte Rumsfeld vom Podium, "die Bürokratie des Pentagon gefährde die Sicherheit der amerikanischen Armeeangehörigen". Er Rumsfeld wolle das Pentagon von der Bürokratie befreien und somit das Leben der Military People schützen.
Einen Tag später war es dann soweit, ein entführtes Flugzeug krachte ins Pentagon, der Anfang der Privatisierung amerikanischer Militärpolitik war gemacht. Mittlerweile sind mehr als 100.000 private Söldner im Irak, bis zu 950 US$ pro Mann, pro Tag zahlt die amerikanische Regierung an die Sicherheitsunternehmen, wie man diese so schön umschreibt, letztlich sind sie nichts anderes als Söldner, die die dreckige Arbeit der Bush-Regierung erledigen und nebenbei ein gutes Geschäft. Cheney und Rumsfeld gehen und gingen großzügig mit den Steuermilliarden der amerikansichen Bürger um, alles gegen den Terror, diese Lüge hat sich wohl als Wahrheit manifestiert, zwischenzeitlich.
Money talks, bullshit walks.
Die ganze Rezension des Buches, von Jeremy Scahill: Blackwater: The Rise of the World's Most Powerful Mercenary Army, bei The Nation von Jeremy Scahill.

Montag, 19. März 2007

Scheiterhaufen.tv - eine gute Alternative



Drastisch, konkret, keine Fehlinterpretationen mehr möglich.



Auch der Papst bekommt sein Fett weg.

Sonntag, 18. März 2007

Neocons finanzieren Al-Quaida nahe Gruppierungen



auch noch aus dem Büro von Dick Cheney heraus, mit geklautem Kapital und niemand kümmerts. Und heizen so einen möglichen Sunni-Shia Krieg an.
Seymore Hershś jüngster Enthüllungsbericht über die Entwicklungen des Krieges im Irak, gehen fast unter, in der täglichen Informationsflut über die herrschende Gewalt in diesem Land. Er berichtete über den Abu Ghraib Skandal wie über den Krieg in Vietnam.

Die neuen Enthüllungen haben es in sich. Nach zu lesen bei
Alternet über die Entwicklungen des Kriegs im Irak.

Freitag, 16. März 2007

Meinungsbildung in Deutschland

Georg Schramm

wohl einer der besten, deutschen Kabarettisten:

Die Interessenverbände machen die Politik. Die ziehen die Fäden, an denen politische Hampelmänner hängen, die uns auf der Bühne der Berliner Puppenkiste Demokratie vorspielen dürfen. Diese Politfiguren dürfen dann in den öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten bei den Klofrauen Christiansen und Ilner ihre Sprechblasen entleeren. Und wenn bei der intellektuellen Notdurft noch etwas nachtröpfelt, dann können sie sich bei Beckmann und Kerner an der emotionalen Pissrinne unter das Volk mischen.

Herrlich.

Donnerstag, 15. März 2007

SXSW- die Verkörperung der freien, unabhängigen Musik

SXSW die Verkörperung der freien, unabhängigen Musik. So soll es sein. Die Seite wird gesucht und geklickt von den Kids in aller Welt, was ist die Ursache für diesen Hype? Die Kreativen meinen, dass der klassische Musikmarkt zerbrochen ist und sehen SXSW als den Nachfolger für Napster. Es werden Festivals veranstaltet, die von Stadt zu Stadt ziehen, in Deutschland wird die Popkomm in Berlin dazugerechnet. Enthusiastisch wird SXSW als die Befreiung durch das Web 2.0 gepriesen, soviel Begeisterung macht blind. Es scheint als wenn der ganze background von der Musikindustrie gesteuert ist.
Bis jetzt ist SXSW ein Musik-Festival in Texas und bietet Video-und Audiostreams auf seiner hompage an, nett gemacht alle mal.
Mal sehen wer in die Blase sticht.

Mittwoch, 14. März 2007

Second Life und die Evangelien

Bleibt uns schon Second Life nicht verschont, mit all seinen analogen Spielarten, kommt es jetzt noch dicker, die IZB, eine missionarische Einrichtung der holländischen evangelischen Kirchen will in Second Life missionieren.



Das grundstück für den Bau einer Kirche scheint auch gefunden, ein Makler hat sich schon gemeldet, 10.000US$ soll es kosten. Na bestens. Dann wird der Priester in Second Life gehackt und er hat zu sagen, was man ihm aufträgt.
Es dürfte nicht lange dauern bis andere Religionen nachziehen, dann findet der Djihad in der virtuellen Welt statt, wer sich in die Luft sprengt, kann seinen Avatar dann wieder zusammenpuzzeln, fürs Paradies und die Jungfrauen. Einen Hofmarschall für Second Life hätte ich auch schon, Otto Schily, Schäuble als sein Stellverteter, da könnten sie schnüffeln ohne Ende.
Gefunden bei hpd-online.

Dienstag, 13. März 2007

"300" - ein Machwerk für die Rechten

Steve Burgess hat den Film 300 kritisch betrachtet. Der ganze Post ist bei Alternet zu lesen.

„Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest
uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“


Es geht um 300 Griechen, angeführt von Leonidas, einem Helden, im Kampf gegen die Perser, diese angeführt von Xerxes, ihrem König.
Allen die da meinen sie sehen sich einen historischen Film an ins Stammbuch geschrieben, 300 ist eine Komik-Verfilmung, die Vorlage stammt von Frank Miller. Und genauso sollte der Film betrachtet werden, ein Comic. Es vermutet ja auch keiner bei "Asterix und Obelix" einen historischen Hintergrund, nur weil es Zeichentrick ist? Zu sehen bekommt man athletische Griechen, die nur eines wollen, das Blut ihrer Gegner fließen sehen. Das militaristische Sparta ist der Held, darum geht es, hochgerüstet bis zum Letzten, Waffen die von Blut derer, die mit ihnen getötet wurden nicht trocknen. Der Kampf der Zivilisation gegen die barbarischen Horden Persiens.

Der Krieg der Kulturen, ala Peter Huntington, nun nicht so weit hergeholt, man wird unweigerlich daran erinnert.
Persien steht für den Irak oder den Iran oder Beides. Sparta steht für die westliche Welt, es lohnt sich für die westliche Werte zu sterben, möchte man meinen. Insofern ist der Film ein Ideologie-verseuchtes Machwerk, tötet die Barbaren, haltet (noch) die Spielregeln ein.

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Naturalismus - kein Dogma!

Wir haben die Lande gemessen, die Naturkräfte gewogen, die Mittel der Industrie berechnet, und siehe, wir haben herausgefunden, dass diese Erde groß genug ist, dass sie jedem hinlänglichem Raum bietet, die Hütte seines Glücks darauf zu bauen; dass diese Erde uns alle anständig ernähren kann, wenn wir alle arbeiten und nicht einer auf die Kosten des anderen leben will; und das wir nicht nötig haben, die ärmere Klasse an alle Himmel zu verweisen.

Heinrich Heine, Romantische Schule, 1835

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Meine Kommentare

Der hätte die Abrissfirma...
Der hätte die Abrissfirma mit einem Handtuch erschlagen....
nickpol - 15. Juni, 13:59
in doors we trust
yeah, that'll be true :)
nickpol - 21. Januar, 10:30
Wer hat denn Wissenschaft...
Wer hat denn Wissenschaft zur Religion erhoben. Etwas...
nickpol - 19. Juni, 09:17
Bei mir hier heissen...
Bei mir hier heissen die Mulwarp, und wenn sich einer...
schlafmuetze - 27. Februar, 20:44
Danke Misanthrop, dir...
Danke Misanthrop, dir auch :)
nickpol - 31. Dezember, 13:31
Ich halte nicht viel,...
Ich halte nicht viel, oder besser gesagt gar nichts...
nickpol - 18. Oktober, 15:03
sieht doch gut aus, in...
sieht doch gut aus, in meiner verehelichten Zeit lief...
schlafmuetze - 17. August, 22:57
@Ansuzz
nicht aus allen Philosophien und Religionen etwas....
schlafmuetze - 8. August, 20:23

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