Sonntag, 8. Juli 2007

Ein Kaplan der Diktatur

Dem ehemaligen Polizeikaplan von Wernich wird in Argentinien der Prozess gemacht. Der Kaplan war der Beichtvater für die verantwortlichen Offiziere in den geheimen Gefangenen-und Folterlagern. Die Insassen der Lager unrechtmäßig inhaftiert, keine Gerichtsverfahren. Von Wernich nutzte seine Stellung als katholischer Priester und veranlasste die Gefangenen zu Aussagen und Beichten. Von deren Angehörigen ließ er sich bezahlen, weil die Inhaftierten angeblich ins Ausland, in die Freiheit gebracht werden sollten. Er war Teil der katholischen Hierarchie und der Polizei.
"Es sei der Wille Gottes, dass das Militär so handeln müsse". So seine Rede. Nach der Diktatur setzte er sich unter falschen Namen nach Chile ab und lebte Jahre in Freiheit.

Bis zuletzt hat die katholische Kirche in Argentinien die Militärdiktatur unterstützt. Heute spricht sie von Aussöhnung und Verzeihung aber nicht von Gerechtigkeit.

Die Getreuen von B16 machen weiter, wie Jahrhunderte zuvor, Reue kennen die Brüder nicht, sie handeln im Auftrag Gottes, der für die Liebe stehen soll, einfach lächerlich. Der jetzige Prozess ein Schritt in Richtung Gerechtigkeit, Zeugen sind schon verschwunden, die die noch verbleiben wollen bis zum Ende durchhalten. Ich drücke ihnen die Daumen, während B16 weiter seine Lügen in die Welt grinst.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Die Gipfel, die von unseren Leuten erreicht wurden

Paul Zachary, „PZ” Myers, ist Professor für Evolutionsbiologie an der Universität von Minnesota. Bekannt ist er vor allem für seinen Feldzug gegen Intelligent Design und Kreationismus und für seinen populären Blog Pharyngula. Seine bissigen, aggressiven Texte haben einen Stammplatz bei RichardDawkins.net, Sammelstelle der Neuen Atheisten.

Im folgenden Text geht er auf den amerikanischen Literaturwissenschaftler Stanley Fish ein, der die Neuen Atheisten angreift. Auf dessen Kritik haben nur Abonnenten der New York Times Zugriff, jedoch fasst Meyers die Positionen Fishs zusammen und spricht einige entscheidende Punkte an, die Atheisten allgemein betreffen.

Ehrfürchtig bewundern wir die Höhen, die unsere Leute erreichten

Als die Buddha-Statuen von Bamiyan gesprengt wurden, war es kein Atheist, der den Zünder betätigte. Diese modernen Atheisten, die so viel Abscheu bei den Apologeten der Religion hervorgerufen haben, sind keine Zerstörer, welche die Vergangenheit niederreißen wollen, oder die eine zersetzende Ideologie voranbringen möchten - sie sind keine Philister, die Literatur und Kunst und Musik ablehnen und sie sind keine Monster, die Menschen auslöschen wollen, um ihre Ziele zu erreichen. Wir sind nicht hier, um die Welt der Ideen zu zerstören oder die Überbleibsel unserer religiösen Geschichte in Kunst und Architektur auszuradieren, obwohl uns solche schändlichen Pläne vorgeworfen wurden; solche Forderungen sind nämlich leicht als Tobsuchtsanfälle von Verrückten abzutun.

Stanley Fish geht nicht ganz so weit, wenn er diese „Neuen Atheisten” verdammt, vielleicht um den paranoiden Märtyrer-Komplex des Mobs zu vermeiden, den man leicht verspotten kann. Anstatt dass wir nun die „Neuen Kommunisten” sind, die vorhaben, die Orthodoxen nach Sibirien zu schicken, sind wir mal eben unbelesene, ungebildete Beinahe-Analphabeten mit keiner Achtung vor den Tiefen des religiösen Denkens. Wir verstehen die Nuancen nicht, heult er, wir lehnen alle Texte und Traditionen ab als „leichtgläubig, dumm und ignorant”. Wir verstehen einfach nicht, Punkt.

„Stellen Sie sich vor, sagt Hitchens, Sie wären ein religiöser Mensch, dann wären Sie davon überzeugt, dass ein gütiger, allmächtiger Schöpfer alles überwacht und dass „Sie sich für eine Ewigkeit in Ruhe und Seligkeit qualifizieren, wenn Sie sich an die Regeln und Gebote halten, die er liebevoll vorgeschrieben hat”.

Mir ist kein religiöses System bekannt, welches ein derart selbstgefälliges Bild vom Glaubensleben bietet, ein Leben, das immer als ein Minenfeld von Schwierigkeiten, Hindernissen und Versuchungen dargestellt wird, die von einer beschränkten Kreatur in seinen oder ihren Anstrengungen ausgehandelt werden muss, um mit dem Unendlichen übereingestimmt (und verbündet) zu werden. Die Klage des Hl. Paulus kann für viele gelten: „Das Gute, das ich tun würde, tue ich nicht; aber das Böse, das ich nicht tun würde, tue ich… Wer soll mich erlösen?” (Römer, 7: 19, 24). Die Qual dieser Frage und die unglaublich nuancierten und eleganten Schriften von denen, die versucht haben, sie zu beantworten, sind das, was die drei Atheisten übersehen; und indem sie so viel übersehen, sind sie in der Lage, eine Denkweise mal eben so lustig zu entlarven, die sie nicht einmal einsatzweise begreifen.”

Stanley Fish ist ein blinder Mann.

Zunächst einmal ist dieser „selbstgefällige” Glaube, von dem er behauptet, dass er nicht existiert, überall: Schalte deinen Fernseher an, Stanley. Sieh dir ein Football-Spiel an und du wirst christliche Spieler erkennen, die Gott für ihre Touchdowns verantwortlich machen. Schau dir an, wie unsere Politiker gottesfürchtig erklären, dass sie für unsere Truppen beten. Sieh dir an, wie die Fernsehprediger ihre Zuschauer mit dreister Profitmacherei melken; hast du noch niemals vom „Wohlstandsgospel” gehört? Gib dem guten Hochwürden einen Teil deines Wohlfahrt-Schecks und der Reichtum wird dir zehnfach zurückgezahlt. Der Großteil religiösen Denkens ist „leichtgläubig, dumm und ignorant”. Schalte deinen Fernseher aus und besuche deinen örtlichen konvertierten Lebensmittelladen, der von einem dieser schnellwachsenden evangelikalen/charismatischen/pfingtsbeweglerischen Kirchen verwendet wird und frage irgend einen Anwesenden und er wird dir sagen (so lange du ihn nicht beim Namen nennst), dass Hitchens Charakterisierung zutrifft. Der Glaube wird dich mit dem Paradies belohnen.

Es ist diese zweite Anschuldigung, dass wir „nicht einmal ansatzweise begreifen”, die viel unterschwänglicher und unehrlicher ist. Es ist vielmehr klar, dass Fish nicht begreift.

Sein Artikel ist übersät mit literarischen Anspielungen: Da wäre Bunyans „Pilgerreise”, dessen Held einem Erlösungstraum entgegen flieht; er verwendet Miltons „Das verlorene Paradies”, um die Existenz des Bösen mit dem Konzept des „freien Willens” zu erklären; er spielt auf das Buch Hiob und Jesu Leid am Kreuz als Beweise dafür an, dass sich die Religiösen bis heute mit dem Problem des Leids herumgeschlagen haben. Und natürlich haben sie das. Wir alle haben das.

Fish ignoriert, dass es sich hier um gänzlich menschliche Leiden, menschliche Bestrebungen, menschliche Bemühungen handelt, um einen Sinn zu finden. Er überspringt, wie so viele andere Apologeten der Religion, den Ursprung dieser Ängste und Erwartungen, und versucht das alles in Bezug auf seine eingebildete Gottheit zu rechtfertigen. Warum verlangt die Kirche von uns, einen Gott zu preisen? Weil das alles ist, was wir „angesichts seiner Allmacht und Allgegenwart” tun können. Warum verdammte Gott seine gesamte Schöpfung und ihre Nachkommenschaft für das banale Vergehen, eine verbotene Frucht zu essen, dazu, zu sündigen und zu leiden? Wenn es kein banales Vergehen gewesen wäre, dann hätte die Gottheit unsere Folgsamkeit nicht damit testen können. Wie kann ein gütiger Gott erlauben, dass der Holocaust geschieht und wie können die Leute ihren Glauben bewahren, wenn sie mit überwältigendem Bösen konfrontiert werden? Weil das alles unsere Schuld ist, unsere verschmutzende Sünde und Verderbtheit. In jedem Fall lässt Fish menschliche Ursachen und menschliche Anstrengungen aus und gräbt eine blasse theologische Entschuldigung aus, irgend ein dünnes Schmerzmittel aus der gefälligen Welt der Priester, um den vollkommen unwirklichen Taten eines unsichtbaren und unfähigen kosmischen Geistes das Wort zu reden; eine Entschuldigung für diese liebende, allmächtige, handelnde Kraft, um rein gar nichts zu tun, um seine angebliche Macht nicht wahrnehmbar zu machen.

Wir Atheisten sagen, dass wir uns von diesen schwachen Rationalisierungen abwenden müssen, ganz egal, wie poetisch sie vielleicht sein mögen, und dass wir erkennen sollten, dass ihre Macht und ihr Reiz von ihrer Menschlichkeit ausgehen, nicht von ihrer Religiosität. Vergesst Gott, diesen leeren Klotz, dieses große Vakuum, das die Menschheit mit ihren Ängsten und Träumen aufgeladen hat, und beachtet stattdessen, was wir erschaffen und gefühlt haben.Wenn jemand um ein totes Kind trauert oder ein großes Gedicht schreibt, dann sollte es überhaupt nicht entscheidend sein, was sich irgendein Priester gerade vorstellt von dem, was sein Phantom gerade so treibt. Wendet eure Augen ab von eurer himmlischen Wahnvorstellung - wirklich sind die Tränen dieser Frau, der Erfolg dieses Kindes, dieses Sandkorn, dieser fliegende Vogel. Die Bedeutung leitet sich ab von der Wirklichkeit dessen, was wir sehen und fühlen können, nicht von geschwurbeltem Dunst und eigennütziger Marktschreierei über ein abstraktes Konzept wie „Gott”.

Fish verwechselt die Ablehnung des übernatürlichen Vorwands mit der Ablehnung der Tiefe echter Gefühle. Er hat Unrecht. Ich zumindest lese seine oberflächliche theologische Fußnote mit Abscheu, weil ich erkenne, wie er das Jahrtausende alte Wunschdenken von Schamanen und Priestern an die Stelle der tatsächlichen Verfasstheit des Menschen setzt - seine versöhnlichen Entschuldigungen unterstützen Generationen von Lügen. Er verwechselt die Bemühungen der Autoren dieser Texte, Leid und Zweifel zu bewältigen, mit der Legitimität einer religiösen Antwort; ich kann gleichzeitig die Schönheit religiöser Literatur und den Kampf, der in sie gesteckt wurde, respektieren und erkennen, dass es ein Fehler wäre, sich wieder dem Willen einer eingebildeten Wesenheit zu unterwerfen. Ich denke nicht, dass Gläubige einfach gestrickt sind - Ich denke, dass das Leben hart sein kann und dass die großen Geister der Geschichte viel Mühe in den Versuch gesteckt haben, Schmerz und Schönheit einen Sinn zu geben, weil es das ist, was menschliche Geister tun. Ich denke aber auch, dass es eine verlockende Falle ist, die Aufgabe weiter zu reichen und einen unbeschreiblichen universellen Willen zu erfinden, eine Falle, in die Fish bereitwillig hinein gefallen ist und in der wir versuchen, unseren Geisteszustand auf das Universum als Ganzes zur projizieren. Das Leid des Hl. Paulus war real, aber die übernatürliche Wesenheit, an die er es richtete, war es nicht. Wenn ein Atheist die Wesenheit ablehnt, heißt das nicht, dass er das Leid nicht wahrnimmt.

In der Bibel, die Fish zitiert, steckt zum Teil viel Arbeit, einiges an wundervoller Lyrik, und sie spiegelt ein paar tausend Jahre der Bemühung von Menschen wider, die versuchen, ihre Welt zu verstehen. Was ihren Wert verringert sind nicht die Atheisten, welche die Antworten ablehnen, die sie gibt - dass ein allmächtiger magischer Mann hinter dem Universum steckt - sondern jene, die sie akzeptieren und die Bedeutung darin suchen, routinemäßig ihre Worte zu zitieren, ohne sich darum zu kümmern, wie die Geister menschlicher Wesen einiges an Trost in der Bemühung finden können, die Welt zu erklären. Statt als Gedankenspiegel wird sie behandelt wie ein Rezeptbuch für Erlösung. Vielleicht sollte Fish sein frommes Ermahnen gegen blinde Gläubige richten, die nichts wollen als eine Antwort, anstatt gegen die Wenigen, die noch immer die Frage würdigen können.

Das Gepäck abergläubigen, religiösen Denkens ist es, was Dawkins die Wahnvorstellung nennt und von dem Hitchens sagt, dass es „alles vergiftet” — nicht das Buch selbst, nicht die literarischen Qualitäten des Geschriebenen, nicht der Schmerz, der im Buch Hiob ausgedrückt oder die Liebe, die im Buch Salomon mitgeteilt wird. Keiner dieser Autoren möchte, dass die Bibel verbrannt oder ihren Lesern vorenthalten wird. Wir möchten, dass die Menschen das Buch als großes Sammelsurium menschlicher Mitteilungen verstehen, das nicht so sehr ein unsinniges Bild von etwas Göttlichem verfechtet, als vielmehr das komplexe, weltliche, manchmal hochfliegende und manchmal hasserfüllte Bild von uns selbst. Aber nein, stattdessen kriegen wir das bedeutungslose Geschwafel über die persönlichen Wünsche dieses aberwitzigen Gottes zu hören, die selbe Art fieberndes Geschwätz, das Fish als eine Rechtfertigung dafür anbietet, Atheisten vorzuwerfen, dass sie nicht die Tiefen der Gottheit verstehen würden.

Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben für die gottlose Sicht auf Ihre heiligen Bücher. Es gibt ein Buch, an das ich mich wende, wenn ich den Schmerz des Kummers fühle; ich habe es zuerst entdeckt, als meine Großmutter vor vielen Jahren starb und ich habe es seitdem mehrmals gelesen, normalerweise, wenn ich jemanden verlor, der mir etwas bedeutete. Es ist nicht wirklich ein religiöser Text, obwohl Götter und einige religiöse Konzepte darin vorkommen, aber er ist glücklicherweise frei von dem mystischem Gepäck, mit dem unsere Kultur die Bibel belädt -es ist einfacher, die übernatürlichen Beiklänge abzuschütteln, wenn der Gott nicht Jesus heißt und kein Wesen ist, das Ihre Tante für real hält, und wenn es nicht irgendwo einen Literaturkritiker gibt, der bereit ist, Ihnen mangelndes Verständnis der Nuancen vorzuwerfen, weil Sie nicht an die Zaubertricks eines alten Propheten glauben.

Das Buch ist ein episches Gedicht, Gilgamesh. Ich mag besonders die Verserzählung von Herbert Mason, die nicht so sehr eine wörtliche Übersetzung ist (das Original ist eine Sammlung von 2500 Jahre alten babylonischen Steintafeln), als vielmehr ein Versuch, den Geist der Geschichte einzufangen. Falls Ihnen das nichts sagt, legen sie diese Bibel weg und lesen Sie es - es ist im Prinzip ein Klagegesang über die Sterblichkeit. Es handelt von einem König, Gilgamesh, dessen geliebter Freund Enkidu stirbt und ihn am Boden zerstört voller Kummer zurück lässt.

Enkidu, den ich so sehr liebe,
Der mit mir durch dick und dünn gegangen ist.
Er starb - wie jeder gewöhnliche Mensch.
Tag und Nacht weinte ich.
Ich wollte ihn nicht in ein Grab legen.
Er wird auferstehen, das weiß ich, eines Tages.
Dann jedoch sah ich, dass er tot war.
Sein Gesicht fiel nach mehreren Tagen
In sich zusammen,
Wie Spinnweben, die ich berührte
Mit meinem Finger.

Hier ist der Prüfstein, das gemeinsame Element, das Atheisten und Theisten teilen und das im Kern jener Arbeiten liegt, die Fish hochleben lässt und von denen er glaubt, dass sie die gottlosen Philister ablehnen. Wir sind mit der menschlichen Erfahrung verwoben; es sind nur die oberflächlichen und eifernden Kritiker, die glauben, dass einige von uns das Wesentliche nicht begreifen, weil wir nicht an die Göttlichkeit von Anu und Marduk glauben … oder von Jesus oder Mohammed.

Der Rest der Geschichte ist eine Suche, weil Gilgamesh nach einem Weg sucht, seinen Freund von den Toten zurückzubringen oder Unsterblichkeit für sich selbst zu gewinnen. Es sind Gottheiten und Monster daran beteiligt, einige interessante mythologische Figuren, Reisen in die Unterwelt, etc. — alles sehr spannend, so lange Sie bereit sind zu erkennen, dass es alles Dichtung und Gleichnis und Geschichtenerzählen ist. Was ich als Atheist am befriedigensten finde, ist, trotz allem, die Glaubwürdigkeit. Es handelt sich um eine Geschichte über Verlust, und, am wichtigsten, die Suche schlägt fehl - sein Freund wird ihm nicht wieder zurück gegeben, er erkennt, dass er eines Tages auch sterben wird und dass es kein unbedachtes, leeres Versprechen gibt, dass wir in einem paradiesischen Nachleben wieder vereint sein werden, wenn wir nur die richtigen Rituale ausüben. Wir leben, wir sterben, Menschen trauern, das ist die harte Wahrheit.

Als er diesen Verlust als
Das Ende seiner Reise erkannte
Kehrte er nach Uruk zurück.

Vielleicht, fürchtete er,
Würde sein Volk den Schmerz
Nicht teilen, den er kannte.

Er betrat die Stadt und fragte einen blinden Mann
Ob er jemals den Namen Enkidu gehört habe,
Und der alte Mann zuckte mit der Achsel und schüttelte den Kopf,

Wandte sich dann ab,
Als ob er sagen wollte, dass es unmöglich ist,
Die Namen von Freunden zu behalten,
Die wir verloren haben.

Gilgamesh sagte nichts weiter
Um sich von seinem Schmerz abzulenken.

Er betrachtete die Mauern,
Bewunderte ehrfürchtig die Höhen,
Die seine Leute erreicht hatten
Und für einen Moment - nur einen Moment –
Verschwand alles, was hinter ihm lag
Aus seinem Blick.

An der gottlosen Sicht ist mehr dran als nur das „fröhliche Enthüllen” und der vermutete Mangel an Verständnis, den uns Fish mitteilt. Wir entkommen dem Leid nicht, uns fehlen keine Freuden und wir versuchen so hart wie (ich denke sogar noch härter als) die Gläubigen, Sinn in unserem Leben zu finden. Wir akzeptieren einfach nicht die Abkürzung des magischen Denkens, die geistigen Faulpelzen erlaubt, den Pfad des religiösen Eskapismus zu folgen.

Ehrfürchtig bewundern wir die Höhen, die unsere Leute erreichten. Keine Götter, keine Religion. Wir.

Übersetzung: Andreas Müller
Original: PZ Meyers: “We stand awed at the heights our people have achieved”. Pharyngula. 12. Juni 2007

Donnerstag, 28. Juni 2007

Bundeswehr, Datenspeicherung und Terrorismus

Die Bundeswehr im Abwehrkampf gegen die Bedrohung der westlichen Zivilisation, den Terror. Ausgerechnet in dieser so immens wichtige Phase verschwinden Daten, signifikante auch noch. Daten-Totalverlust, keine Back-ups, nothing. Das Chaos lebt. Unser an paranoider Terrornoia leidender Hausmeister schweigt still. Die entscheidende Frage die sich ergibt, was passiert, wenn ein Internet-Service-Provider, ein e-Mail-Hoster ähnliche Ausreden bringt und die entsprechenden Verbindungsdaten seiner Kunden, auf Nachfrage nicht liefern kann, weil sie im virtuellen Nirwana verschwunden sind. Das Geschrei wäre ungleich größer. Eine solche Ausrede würde nicht akzeptiert werden. Scharen von Staatsanwälten und Polizisten würden die Räumlichkeiten des ISPs filzen, die virtuellen eingeschlossen. Sofort wäre die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage zu stellen. Der Hausmeister würde seine ministeriellen Muskeln spielen lassen. Deutschland eine Bananenrepublik, Schnüffeln bis der Arzt kommt, die eigenen Institutionen, sprich Ministerien ein digitaler Sauhaufen.

Dienstag, 26. Juni 2007

TransVision Konferenz 2007

William Shatner, Ray Kurzweil und Aubrey de Grey als Referenten, die diesjährige TransVision verspricht eine der Besten zu werden. Im Themen-Mittelpunkt nichts weniger als die "Errettung der Menschheit". Die Weltvereinigung der Transhumanisten bietet ein breitgefächertes Programm, von nachhaltigen Energien bis hin zu antiaging Medizin.
Ein Interview mit Dr. James Hughs Sekretär der Vereinigung der Transhumanisten auf CyborgDemocracy ein "must read" für Interessenten.

Sonntag, 24. Juni 2007

Ken MacLeod´s:"The Execution Channel" ein grusliger Blogothriller

Ken MacLeod´s hat ein völlig neues Genre erfunden - den Blogothriller, den unendlich verrückteren Cousin des Technothrillers. Unglaubwürdiger, ausgelassener und fesselnder als 70.000.000 VerschwörungsSites, 1 Billion Trackbacks und unzählige Message-Board posts. Dieses Buch fühlt sich an wie die Zukunft, wie unsere zukünftige Gegenwart. Es treibt dir den Schweiß aus den Poren.

Das Buch handelt in einer nicht allzu fernen Zukunft. Der Krieg gegen den Terror, verloren. Terror und Terrornoia haben jede Erscheinung von Anständigkeit und Humanismus zerstört. Großbritannien wird von Rassen-Unruhen geschüttelt, Amerika wird von verrückten Verschwörern und total verschuldeten Politikern zu Grunde gerichtet. China und Russland kehren zurück zum Kommunismus der alten Linie und Frankreich spioniert sie alle aus!. Die Geschichte folgt den verschiedensten Charakteren, einem Soldaten im Mittleren Osten, einem Peacnik , der außerhalb einer US-Basis in Schottland kampiert, einem paranoiden britischen Ingenieur, der zum französischen Spion wurde, einem amerikanischen "WarBlogger", aus dem mittleren Westen, und ein paar "Sockenpuppen" die gefälschte Blogs unterhalten, mit denen sie andere desinformieren.
Die ganze Geschichte geht los, als auf der US-Basis in Schottland ein neues Waffensystem explodiert, eine Kernwaffe?, ein Antriebssystem?, eine Strahlenwaffe? - Die Handlung entfaltet genug Verflechtungen um sich dann in drei Spionagesträngen zu entwickeln. Die Beteiligten werden vom Execution Channel gejagt, ein kriegerisch-pornographischer Video-Strom im Internet, der Ermordete zeigt, Gefolterte, Erschossene oder Kriegsgefallene. Niemand kennt den Ursprung des Execution Channels. Manche vermuten schwarze Propaganda der CIA, oder irgendeinen abgewichsten, verkoksten Künstler. Die Spione, die Zivilisten, die Verrückten und radikale Kreise, alle fallen übereinander her, wie die Wölfe.

Es ist packende Aktion bis zur letzten Seite. Es ist die Hölle von einem Buch.
gefunden bei CyborgDemocracy
geschrieben von Cory Doctorow

Freitag, 22. Juni 2007

Lott´s Weisheit: Illegale Einwanderer sind wie Ziegen

Wenn sie eine Ziege mit einem elektrischen Zaun kombinieren haben sie die Lösung. Die Lösung für das Problem der illegalen Einwanderung. Das ist die Antwort von Senator Trent Lott zur Einwanderungsproblematik. Während einer Diskussion von Journalisten mit dem Führer der republikanischen Minderheit im Senat, brachte dieser, die scharfsinnige Analogie mit dem Ziegen-Zaun, man baut einen elektronsichen Zaun und schon kann man alle Probleme lösen. Die Ziegen bleiben draussen. Den Zaun dann noch mit Radar und Luftüberwachungs-Technik versehen und die Probleme sind gelöst.

Zum Abschluß seiner intelligenten Ausführungen meinte er noch:" Ich bin für starke Sachen..., nicht wahr."
Starkes Stück angesicht solcher Menschen verachtender Äußerungen.
Truthdig

Mittwoch, 20. Juni 2007

Die Bushisten und ihre Kumpels

Das wuchernde 43 Milliarden Dollar Homeland Security Ministerium ist dafür bekannt, verantwortlich für das Farb-codierte Alarmsystem, der terroristischen Bedrohungslage in unserem Land zu sein. Eine Schande, welche die wahren Hintergründe versteckt, es ist eine prall gefüllte "Keksdose" für das geschäftliche Amerika. Guten Morgen Amerika, wir haben heute Gefahrenlevel Gelb, seit wachsam, meldet alle verdächtigen Personen. Das ist natürlich Unsinn vom "Butzemann", es macht nichts um das Land sicherer zu gestalten. Aber einen Sinn hat das Ganze. Das geschäftliche Amerika ist in der Lage die möglichen Geschäftsbedingungen anhand des Farblevels zu überprüfen und entsprechend zu reagieren. Und die Geschäfte laufen gut. Sie können sich durch hunderte von Regierungsaufträgen wühlen, Bundesgarantien auf ihre mögliche Verwendung überprüfen, alles nach dem Motto,"schnappt euch ein paar Kekse, die einen Wert von 50.000 bis 80 Millionen US$ haben, langt zu. Da liegt gutes Geld. Der große Teil dieser Projekte macht alles, nur nicht das Land sicherer. Es ist eine Geldverteilungsmaschine, greift zu, dumm ist, wer es nicht tut.

gefunden bei Alternet. Und in Deutschland, nun wir haben nicht das Farb-codierte System der Amis, aber die Dinge laufen in den gleichen Bahnen. Ob nun Datenspeicherung oder andere sogenannte Sicherheitsprogramme, sie bringen Geld.

Montag, 18. Juni 2007

Der Staatsstreich einer gewählten Regierung

Die Hamas ist die demokratisch gewählte Regierung Palästinas. Nun hat sie die Geschäfte im Gaza-Streifen übernommen, werden die USA und Europa fortfahren das alte Regime zu unterstützen?

Wie wird sich der heuchlerische Westen gegenüber den "demokratischen" Kräften der Hamas verhalten?. Die Muslime des Nahen Ostens sind unangenehm. Wir haben von ihnen verlangt sich demokratischer Gepflogenheiten anzunehmen und was tun sie, sie wählen die falsche Partei. Dann gewinnt die Hamas einen kleinen Bürgerkrieg - über den Gaza-Streifen- und regiert dortr nun ungehindert. Der Westen will immer noch mit einem dikreditierten Präsidenten verhandeln, nämlich Abbas (Fatah). Genaugenommen haben die Palästinenser nun 2 Ministerpräsidenten, willkommen im Nahen Osten.

Mit wem soll der Westen verhandeln, sprechen? Natürlich hätte man mit der Hamas schon vor Monaten reden sollen, aber der Westen mag die demokratisch gewählten Vertreter der Hamas nicht. Uns wäre es angenehmer gewesen die Fatah wäre gewählt worden, mit all ihrer Korruption und ihren kleinen Betrügereien. Nein, sie wählten die Hamas, welche die Anerkennung Israels ablehnten und das völlig diskreditierte Osloer Abkommen negierten. Nicht einer fragte von unserer Seite, welchen Status Israels die Hamas anzuerkennen bereit war, den von 1948 oder in den Nachkriegs-Grenzen von 1967. Israel hat 22% von Palästina bebaut und besiedelt und setzt diese Politik weiter fort.

Fragen über Fragen, aber keiner will sie an den richtigen Adressaten stellen, der Westen heuchlerisch wie immer.
Der ganze Artikel bei AlterNet

Samstag, 16. Juni 2007

Die Enthüllung der Verschwörungs-Theorie der Nordamerikanischen Union



Joshua Holland von AlterNet über eine immer populärer werdende Theorie in der amerikanischen Gesellschaft.
Was ist die Nord-Amerikanische Union (NAU)?

Diese Frage kann man auf verschiedene Art und Weise beantworten. Erstens, ist die NAU eine immer populärerer werdende Verschwörungstheorie, über im "Schatten" operierende internationale Eliten, welche die Abschaffung der USA betreiben und diese durch einen transnationalen Staat, mit einer entsprechenden Regierung ersetzen wollen. So die Worte von Jerome Corsi, einer Schlüsselfigur in der Swiftboat Veterans for Truth und ein führendes Mitglied der NAU-Verschwörung. Diese Theorie hält daran fest, dass sich die Grenzen von Mexiko, den USA und Kanada in der Auflösung befinden, ausgelöst von einer Gruppe von "Globalisten", die eine Union im Sinne der Europäischen schaffen wollen, einschließlich des aufgeblähten Bürokratie-Apparates derselben.

Die Geschichte der Nord-Amerikanischen Union ist eine Friucht der John Birch Society, mit den Begleiterscheinungen des Fremdenhasses und der Paranoia. Die Betreiber wollen die hartarbeitende Bevölkerung der USA, ähnlich einem Dolchstoss in den Rücken, um die Früchte ihrer Arbeit bringen. Artikel und WebSites verdammen das aufblühen der Theorie von der Nord-Amerikanischen Union. Rechts-und Links-Populismus sind kaum noch zu unterscheiden in der Menge der anderen, reaktionären und fundamentalistischen Theorien. Was richtig oder falsch ist in der amerikanischen Wirtschaft, ist schon fast nicht mehr durchschaubar. Die Vernetzung der Unternehmen, ihr weltweites agieren treibt die wirtschaftlichen Ängste der Amerikaner an. (Anm.die haben schlicht und ergreifend Angst vor der Globalisierung) Zwischen 46-28% der Amerikaner glauben, dass die Handelsabkommen, zwischen den USA und anderen Ländern, den USA schaden.

Um die Frage, "WAS IST NAU?" zu beantworten, NAU ist nichts. NAU existiert in Form von Vorschlägen, Untersuchungen in den Köpfen und auf dem Papier einiger Wissenschaftler. Die Medien nutzen dies um die Stimmung, insbesondere gegenüber Mexiko und Kanada am köcheln zu halten.

Der ganze Artikel bei AlterNet

Freitag, 15. Juni 2007

Zensor - Yahoo



Da braucht man nix weiter zu kommentieren. They´re full of shit.

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Naturalismus - kein Dogma!

Wir haben die Lande gemessen, die Naturkräfte gewogen, die Mittel der Industrie berechnet, und siehe, wir haben herausgefunden, dass diese Erde groß genug ist, dass sie jedem hinlänglichem Raum bietet, die Hütte seines Glücks darauf zu bauen; dass diese Erde uns alle anständig ernähren kann, wenn wir alle arbeiten und nicht einer auf die Kosten des anderen leben will; und das wir nicht nötig haben, die ärmere Klasse an alle Himmel zu verweisen.

Heinrich Heine, Romantische Schule, 1835

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Der hätte die Abrissfirma...
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nickpol - 15. Juni, 13:59
in doors we trust
yeah, that'll be true :)
nickpol - 21. Januar, 10:30
Wer hat denn Wissenschaft...
Wer hat denn Wissenschaft zur Religion erhoben. Etwas...
nickpol - 19. Juni, 09:17
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Bei mir hier heissen die Mulwarp, und wenn sich einer...
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nickpol - 31. Dezember, 13:31
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Ich halte nicht viel, oder besser gesagt gar nichts...
nickpol - 18. Oktober, 15:03
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sieht doch gut aus, in meiner verehelichten Zeit lief...
schlafmuetze - 17. August, 22:57
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