Wir haben die Lande gemessen, die Naturkräfte gewogen, die Mittel der Industrie berechnet, und siehe, wir haben herausgefunden, dass diese Erde groß genug ist, dass sie jedem hinlänglichem Raum bietet, die Hütte seines Glücks darauf zu bauen; dass diese Erde uns alle anständig ernähren kann, wenn wir alle arbeiten und nicht einer auf die Kosten des anderen leben will; und das wir nicht nötig haben, die ärmere Klasse an alle Himmel zu verweisen.
Heinrich Heine, Romantische Schule, 1835
kein Sponti
Natürlich ist es beunruhigend, das die Anzahl linksextremer Gewalttaten zunimmt. Radikalisierung nennt man das, wenn diese Tendenz aber sowohl 'links' als auch 'rechts' (im Endeffekt unterscheiden sich Radikale da nicht mehr sehr wesentlich) auftritt. Radikalisierung ist etwas das aufzeigt, das es noch lang nicht genug Reformen ... oder Reformen in die absolut falsche Richtung gibt.
Gewalt ist das Mittel der Ungeliebten und ähnlich wie der Selbstmordversuch auch als Hilfeschrei verstehbar. Viele Prügeleien und das Borderline-Syndrom sind aus psychologischer Sicht stark verwand.
Gandhi hat gesagt das er in einer Situation in der er zwischen Feigheit und Gewalt wählen muss auf jeden Fall die Gewalt wählen würde.
In gewisser Weise hast du recht damit, das eine 'Revolution' die auf Gewalt aufbaut nur zu einer Diktatur führen kann. Aber den armen Schweinen die letzte Ausdrucksform Ihrer absoluten Unzufriedenheit nehmen zu wollen ist auch eine Gewalthandlung und absolut nicht zielführend. Die Menschen die Gewalt ausüber sind nicht die Glücklichen zufriedenen Menschen, sondern die Randgestalten mit denen keiner was zu tun haben will. Die Looser, die man am liebsten nicht mehr sehen will. Aber sie sind nicht weg, sie haben nur verdammt wenig Bildung und das übergroße Bedürfniss beachtet zu werden.