Karim Amer-ägyptischer Blogger für 4 Jahre ins Gefängnis
Wegen "der Verbreitung von Informationen, die die öffentliche Ordnung stören und dem Ansehen des Landes schaden", "der Anstiftung zum Hass gegen den Islam" und der "Beleidigung des ägyptischen Präsidenten". Das ist Meinungsfreiheit in Ägypten. Kritische Stimmen werden kriminalisiert, Mubarak regiert dieses Land im Stil der alten Kalifen, Karim kann froh sein, die Strafe hätte höher ausfallen können.
Die Al-Azhar-Universität, eine der wichtigsten Bildungsinstitutionen des Islams, fand ihn der Gotteslästerung schuldig und schloss ihn vom Studium aus. In seinem Blog hatte er islamische Gelehrte kritisiert, die die Freiheit bekämpfen, und gesagt, sie würden deswegen im Abfall der Geschichte landen. Im November 2006 wurde er daraufhin von der Universität angezeigt und war seitdem im Gefängnis in Einzelhaft. Amnesty verurteilte die Festnahme und äußerte die Befürchtung, dass die Behörden seinen Fall als Warnung für andere Blogger aufbauen, um sie von Kritik an der Regierung und dem Islam oder der Verbreitung von Informationen wie dem Video mit der folternden Polizisten abzuhalten. Für die Freilassung des Bloggers setzte sich eine internationale Gruppe ein, es kam zu Demonstrationen, auch Politiker appellierten an die ägyptische Regierung, Petitionen wurden eingereicht.
Die ganze Geschichte bei Telepolis von Florian Rötzer.
Die Al-Azhar-Universität, eine der wichtigsten Bildungsinstitutionen des Islams, fand ihn der Gotteslästerung schuldig und schloss ihn vom Studium aus. In seinem Blog hatte er islamische Gelehrte kritisiert, die die Freiheit bekämpfen, und gesagt, sie würden deswegen im Abfall der Geschichte landen. Im November 2006 wurde er daraufhin von der Universität angezeigt und war seitdem im Gefängnis in Einzelhaft. Amnesty verurteilte die Festnahme und äußerte die Befürchtung, dass die Behörden seinen Fall als Warnung für andere Blogger aufbauen, um sie von Kritik an der Regierung und dem Islam oder der Verbreitung von Informationen wie dem Video mit der folternden Polizisten abzuhalten. Für die Freilassung des Bloggers setzte sich eine internationale Gruppe ein, es kam zu Demonstrationen, auch Politiker appellierten an die ägyptische Regierung, Petitionen wurden eingereicht.
Die ganze Geschichte bei Telepolis von Florian Rötzer.
nickpol - 23. Februar, 12:00
Media Blöd