Das "Ossi"-Reservat

Der Osten Deutschland ist, zu mindest aus missionarischer Sicht, ein Indianerreservat. Evangelikale wollen die Re-Christianisierung Ost-Elbiens vorantreiben.
Das "Ossi" ist faul, raucht, säuft und ein Anhänger freier animalischer Erotik, auch FKK genannt. Nimmt man das Logo der Missionare muss man sagen, Pioniere gab es im Osten auch, solch kommunistisch-ungläubiges Gedankengut gehört abgeschafft. Zwischen den infrastrukturellen Leuchttürmen westlicher Zivilisationsstandards, verwildert der Osten. Die Villa "Bärenfett" in Radebeul ein Kristallisationskern pantheistischen Glaubens (Manitu), Gott muss wieder personifiziert werden, so wie in der "Schrift" gefordert. Die ehemaligen Krieger der Ossis werden mit Hartz IV domestiziert. Das "Ossi" frisst Pommes, säuft "Goldkrone" und raucht "Karo". Es ist undankbar. Es gedenkt der guten, alten Zeiten in einem Anflug kollektiven, nostalgischen Wahns.
Der "Deutschen Indianer Pionier Mission", welche seit 1962 vornehmlich in Brasilien und Paraguay tätig ist, ist für diese Art der Missionierung zu danken. Es ist eine Frage der Zeit, bis auf der höchsten geografischen Erhebung Brandenburgs, eine Christus-Statue ihren Zeigefinger drohend erhebt. Es gab Zeiten, da war die Elbe rot vom Blut all jener gefärbt, die sich der Christianisierung renitent und undankbar widersetzten.
nach einer Information von Idea.de
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