Michael Lewis hat in seinem Blog
Hayduke Speaks einen Aufruf zum Veterans Day in den USA veröffentlicht, beeindruckend. Hier nun der Wortlaut dieses Aufrufs, wenn auch etwas verspätet, so hat er nichts an seiner Aktualität eingebüßt.
Am heutigen Tage sind wir aufgerufen jene zu ehren, die als Soldaten in den Streitktäften der Vereinigten Staaten ihr Leben ließen und uns an jene zu erinnern die diese militärische Erfahrung überlebten und nach Hause zurückkehrten.
Besonders zu Zeiten wo Krieg, wie in vielen Fällen US-imperialistische Invasionen, in anderen Ländern stattfinden sind die Veteranen diejenigen, die die Fahne schwenken, marschieren und ihre Jugend opfern und wir müssen dankbar sein nicht zu jenen zu gehören die auf diesen Todesfeldern der Kriege beerdigt wurden. Viele von ihnen liegen dort, für uns, sie haben ihre Unschuld und Jugend geopfert für die wirtschaftlich-finanziellen Ziele einer Firmenelite.
Von vielen vergessen, der 11. November ist der Tag des Waffenstillstands im 1. Weltkrieg, faktisch war dieser Krieg damit beendet. Im Kongress wurde 1938 ein Gesetz verabschiedet, damit dieser Tag von den nachfolgenden Generationen nicht vergessen wird, es sollte ein Tag des Weltfriedens sein. Nach dem 2. Weltkrieg, 1954 wurde dieser Friedenstag in den Veterans Day umbenannt, eben jenen gewidmet die in diesen Kriegen kämpften und um den Frieden zu erhalten.
Man kann sich aber nicht auf den Frieden vorbereiten, während man die letzten Kriege feiert.
Anstatt einen "Krieg, um alle Kriege zu beenden," würde ich einen Frieden bevorzugen, der alle Kriege beendet.
Wir müssen weg vom Instrumentarium des Krieges als Instrument staatlicher Politik, das einige wenige reich macht und viele tötet. Denken wir an die Toten, die Verstümmelten und an die Hinterbliebenen gibt es nur ein NEIN zum Krieg. Unsere Regierungen und ihre industriellen Geldgeber rechtfertigen den Krieg aus moralischen, religiösen und ökonomischen Grundlagen heraus, aber Kriege sind genau so nicht zu rechtfertigen, militärische Gewalt füllt die Friedhöfe und den Unternehmen die Kassen.
Wenn wir die Veteranen ehren, ohne jene zu entehren die die Kriege verursacht haben, die Politiker, die Industriellen, die Wirtschaftswissenschaftler die Päpste und die ganze Horde der kleinlichen, religiösen Despoten, schleifen wir lediglich die Opfer aus dem Fluss, statt die Brücke in Ordnung zu bringen, die die Flussufer miteinander verbindet. Wir ehren unsere Veteranen am meisten dadurch, indem wir für den Frieden eintreten, an ihm arbeiten und die Intrigen und das politische Verwirrspiel unserer faschistischen Regierung und den industriellen Eliten aufdecken und dafür sorgen, dass diese Leute nicht wieder die Gelegenheit haben einen Krieg anzufachen.
Wir ehren die Veteranen durch unsere eigene Lebensführung in dem wir den Feinden des Lebens die Möglichkeiten nehmen vom Krieg zu profitieren.
Wir ehren unsere Veteranen in dem wir uns auf den Tag freuen, an dem es keine Veteranen mehr gibt und der Begriff des Veterans ein Begriff der Geschichte geworden ist.