Samstag, 19. August 2006

Das Mittelmeer - ein Friedhof

Und wieder sind Flüchtlinge aus Afrika vor der italienischen Küste ertrunken. Diesmal 10 Menschen. Es wird registriert, da in den Nachrichten, mehr auch nicht. Die europäischen Länder unternehmen, bis auf Lippenbekenntnisse, nichts. Das Mittelmeer verkommt zu Friedhof. Die Krabbenfischer finden statt Krabben menschliche Leichen in den Netzen. Es müssen sich dramatische Szenen auf hoher See abspielen. Diese Menschen sind verzweifelt, ohne Frage und sie nehmen für sich das Recht in Anspruch ein besseres Leben führen zu wollen. Dabei sterben viele. Ob nun vor der Küste Spaniens oder Italiens, es macht keinen Unterschied. Die Europäische Union ist gefragt. Es handelt sich um Menschen die oftmals aus den ehemaligen Kolonien europäischer Ländern stammen. Nichts hat sich in den letzten Jahrzehnten richtig entwickelt. Bürgerkriege, Kriege um die Rohstoffe, Edelmetalle, Diamanten und Nahrungsmittel. Entwicklungshilfe aus Europa oftmals in den Taschen Einzelner verschwunden, für die einzelnen Menschen wurde nichts getan und wenn doch oft mals das Falsche. Den Rankünen westlicher imperialer Mächte ausgesetzt, sind sie oftmals nur zum Spielball der Mächtigen geworden. Sie interessieren nicht. Hunger, AIDS, kein einwandfreies Trinkwasser, ungenügende gesundheitliche Vorsorge, schlechte Bildung, kommen sie erst ins Bewusstsein, wenn sie tot sind. Alle bisherigen Appelle, Resolutionen haben nichts genutzt.
Wir verbessern unsere Lebensqualität, unsere Natur erholt sich, wir schützen Tiere und alles auf Kosten der ärmsten Regionen dieser Welt. Wir haben nichts anderes getan als unseren Dreck auszulagern, andere sollen dafür bezahlen. Jetzt kommen sie zu uns, wir sollten sie aufnehmen.

Donnerstag, 17. August 2006

FoxNews-Innenansichten aus den USA

FoxNews hatte in der letzten Zeit eine paar wirkliche interessante Meinungen dargestellt. Wenn Sean Hannitys Vorschlag , dass Israel die Hisbollah nur zu „nuken“hätte, nicht schon wahnsinnig genug war, dann sollte die Experten bei Fox News mal ihre Mikrofone überprüfen, da gleichzeitig noch Rassenporträts aufgerufen werden.
Mark Rosenblum, der Gründer der Organisation „Amerikaner für den Frieden Jetzt“ ist ein tapferer Mann, stieg er doch mit dem verrückten erzkonservativen Sean Hannity in den TalkRing bei Fox News.
Während die Runde sich über den Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah unterhält, gibt Hannity den Talkklassiker, ausflippen, den Gast unterbrechen. Nachdem Rosenblum sich über Israel dahin gehend geäußert hat, dass die Israelis nicht mit dem Widerstand der Hisbollah gerechnet haben, bringt Hannity laut zum Ausdruck, sie (Israel) hätte sie(Hisbollah) auslöschen können, wenn sie nicht diesem verdammten Druck der Weltöffentlichkeit, auf einen Waffenstillstand, nachgegeben hätten. An dieser Stelle versuchte Alan Combes, seinen Kollegen an weiteren Äußerungen zu hindern, in dem er eine Werbepause einforderte, danach war deutlich zu hören wie Hannity rief: Schmeißen sie eine Atombombe ab und das Problem ist gelöst.
Hannity muss es schwer haben, konnte er doch nicht verstehen, warum andere Menschen sich für die Einstellung des Blutbades einsetzen. Er hat damit jedoch keine Probleme, Kernwaffen zur Lösung von Konflikten einzusetzen.
Es geht weiter, auf Fox News.
„ Es ist an der Zeit, dass Amerikas Flughäfen dazu übergehen Checkpoints für Muslime einzurichten um dort die Muslime zu überprüfen. Glauben sie mir es ist an der Zeit, es zu tun“. Gallagher, ein Fox News Contributor, sagte diese Worte zu erst leise, beim zweiten mal war es für jeden deutlich zu hören, einige Leute im Publikum beklatschten die Worte. Offensichtlich hatte sie noch nie etwas gehört von bürgerlichen Freiheiten und Rechten.
Ein Lob an den Gegenspieler Gallaghers, Verfassungsanwalt Michael Gross der dagegen hielt und meinte dass die Menschen nicht nach ihrem Glauben zu beurteilen sind, sondern nach ihrem Verhalten.

Beim lesen dieser Zeilen fiel mir spontan die Apartheid ein, es gibt aber auch noch andere, beklemmende Aspekte, die in unserer eigenen Geschichte verwurzelt sind.
Erschreckend was da zur besten TV-Zeit in den USA über die Mattscheiben rollt. Ich glaube in Deutschland könnte man solche Vertreter ihrer politischen Ansichten wegen strafrechtlich verfolgen.

Dienstag, 15. August 2006

Feuer-Versicherung a la USA

Das ist mal was anderes:

So was gibt's nur in den USA !!!!!
An alle Raucher und Nichtraucher:
Das ist die wohl beste Anwaltsgeschichte des Jahres, und wohl auch des
Jahrzehnts! Sie ist wahr und hat den ersten Platz im amerikanischen
Wettbewerb der Strafverteidiger (Criminal Lawyer Award Contest)
gewonnen:

In Charlotte, NC, kaufte ein Rechtsanwalt eine Kiste mit sehr seltenen
und sehr teueren Zigarren und versicherte diese dann, unter anderem,
gegen Feuerschaden. Über die nächsten Monate rauchte er die Zigarren
vollständig auf, und forderte dann die Versicherung auf (die erste
Prämienzahlung war noch nicht ein mal erbracht), den Schaden zu
ersetzen.

In seinem Anspruchsschreiben führte der Anwalt auf, dass die Zigarren
durch eine Serie kleiner Feuerschäden vernichtet worden seien. Die
Versicherung weigerte sich zu bezahlen mit der einleuchtenden
Argumentation, dass er die Zigarren bestimmungsgemäss ver(b)raucht habe.

Der Rechtsanwalt klagte... und gewann!

Das Gericht stimmte mit der Versicherung überein, dass der Anspruch
unverschämt sei, doch ergab sich aus der Versicherungspolice, dass die
Zigarren gegen jede Art von Feuer versichert seien, und
Haftungsausschlüsse nicht bestünden. Folglich müsse die Versicherung
bezahlen, was sie selbst vereinbart und unterschrieben habe. Statt ein
langes und teueres Berufungsverfahren anzustrengen, akzeptierte die
Versicherung das Urteil und bezahlte 15.000 US-Dollar an den
Rechtsanwalt, der seine Zigarren in den zahlreichen "Feuerschäden"
verloren hatte.

Jetzt kommt's!

Nachdem der Anwalt den Scheck der Versicherung eingelöst hatte, wurde er
auf deren Antrag in 24 Fällen von Brandstiftung verhaftet.

Unter Hinweis auf seine zivilrechtliche Klage und seiner Angaben vor
Gericht, wurde er wegen vorsätzlicher Inbrandsetzung seines versicherten
Eigentums zu 24 Monaten Freiheitsstrafe (ohne Bewährung) und 24.000
US-Dollar Geldstrafe verurteilt.

Montag, 14. August 2006

Die Selbstjustiz des Herrn Grass

Der zweite Weltkrieg im Leben einer Generation, der Nobelpreisträger Günter Grass ist da keine Aussnahme. Teilnehmer im Weltkrieg, mit 17 Jahren bei der Waffen-SS. Diese hatte zum Zeitpunkt der Einberufung Grass´schon lange die Freiwilligkeit des Dienstes in derselben aufgegeben. Das war auch nötig geworden um die Verluste an Menschen auszugleichen. Der Pimpf Grass ein gestandener SS-Mann, wohl kaum, eher ein missbrauchter Jugendlicher, der für Volk und Führer in den Krieg zog, wieviele andere seiner Generation. Die SS eine kriminelle Organisation, als Mitglied einer solchen Organisation, im Alter von 17 Jahren wüden Sie heute noch unter das Jugendstrafrecht fallen.

Das ist nicht der Punkt, wer sich zum Gewissen einer Generation aufschwingt, muss sich gefallen lassen an seinen postulierten Werten gemessen zu werden und die Tatsache, dass Sie selbst, durch jahrelanges Schweigen, den Fakt nun so aufwerten. Da gab es ganz andere in diesem Land, die hatten Dienstgrade und Posten und durften diese behalten oder an anderer Stelle neu anfangen.

Ihre Enthüllung, oder mit anderen Worten, Ihr outing, nichts als ein PR-Gag. Die Aufmerksamkeit die Sie haben wollten, die haben Sie, beschweren Sie sich nicht.

Samstag, 12. August 2006

Der europäische Jihad

Was stoppte die Durchführung des Planes mindestens 10 Zivilflugzeuge in die Luft zu sprengen? Es war nicht die militärische Invasion im Irak, der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah oder die Auseinandersetzungen mit dem Iran. Es war altmodische Polizeiarbeit, die Nutzung von menschlichen Informationsquellen und die Zusammenarbeit fremder Polizei-und Nachrichtendienste.

Das Komplott ist im Zusammenhang mit den Anschlägen des letzten Sommers 2005 zu sehen. Mit anderen Worten, es bildet sich immer stärker der Eindruck heraus, dass diese Art von Jihad in Europa heranwächst und nicht aus dem Nahen Osten oder arabischen Ländern kommt. Es ist keine fromme Bewegung, es ist kein Fundamentalismus, es geht um bloße Gewalttätigkeit. Gewalt als Lösung von Problemen, junge Männer, die die Kriege im Irak und im Libanon zum Anlass nehmen um ihre Wut und Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen. Diese Attentate oder die Versuche können genauso von anderen extremen Gruppierungen vorbereitet und durchgeführt werden.

Wenn es sich um Al-Qaeda handelt, welches angeblich von Pakistan aus operiert müssen wir froh darüber ein, das die Operationsbasis in Afghanistan zerstört wurde.

Es gibt keinerlei Beweise, dass amerikanische Terror-Zellen in die Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen involviert sind, das wollte man uns seit mehr als 5 Jahren immer wieder vermitteln.

Letztlich deckt dieses Komplott auf, wie schlecht vorbereitet die Regierungen der westlichen Länder waren. Es ist allgemein bekannt, wie simpel Flüssig-Sprengstoffe herzustellen sind und wie schwierig es ist sie aufzuspüren. Bekannt war auch, dass die Al-Qaeda mit Flüssigkeitssprengstoffen herum experimentiert, unternommen wurde nichts. Es ist verwunderlich, dass der Westen Milliarden aufwendet um Krieg zu führen, Technik aufrüstet um seine Bürger zu kontrollieren, und nichts unternimmt um den Gefahren von Flüssig-Sprengstoffen zu begegnen, generell untersucht, welche Mittel, ob nun Haushaltchemikalien oder Hygiene-Artikel für die Erzeugung von Sprengstoffen geeignet sind. Nun kommt bei den Politikern blinder Aktionismus ins Spiel, Herr Schönbohm von der Brandenburger CDU will sogar das Handgepäck verbieten, kurz gedacht und kurz geschossen.

Am deutlichsten zu erkennen ist auch, dass der Irak-Krieg und die Auseinandersetzung Israels mit der Hisbollah uns in die Katastrophe führen kann, statt den Terrorismus zu beseitigen bringen diese Konflikte Tausende von neuen Terroristen hervor.

Letztlich gelingt den terroristischen Kräften die Verwirklichung ihres Zieles, sie hassen unsere Freiheit, aus dem Grund bekämpfen sie uns und unsere Regierungen und Politiker tun genau das, sie schränken unsere Freiheiten ein.

Nicht das Militär bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Bekämpfung terroristischer Zellen, sondern solide Polizeiarbeit, und das Zusammenwirken dieser über Ländergrenzen hinaus.

Donnerstag, 10. August 2006

Die Macht der Suchmaschinen und die Privatsphäre

Vergraben in einer Liste von 20 Millionen Suchanfragen, gesammelt von AOL und von AOL ins Netz gestellt, die Benutzernummer 4417749. Eigens dafür vergeben, die Anonymität des Nutzers im Internet zu gewährleisten, eine trügerische Hoffnung.
Nr. 4417749 führte in einem Quartal hunderte Suchanfragen, zu allen möglichen Themen durch, unter anderem, wie man sich die Finger betäubt, Single Männer ab 60, einem Hund der auf alles uriniert, usw.
Es waren letztlich nur ein paar Klicks um die Identität des Nutzers 4417749 festzustellen. Die Datenspur führt zu Thelma Arnold, die in Lilburn, Georgia lebt. Ein Reporter der New York Times las ihr die Suchanfragen vor, die sie selbst gestellt hatte, es waren die ihren.

AOL hat am letzten Wochenende die Suchdaten aus dem Internet entfernt und entschuldigte sich für die Freigabe der Daten, als Begründung gab AOL an, in der Annahme die Daten würden für die Forschung(akademisch) genutzt, habe ein Mitarbeiterteam diese unerlaubt freigegeben.
Aber die detaillierten Suchanfragen der Frau Arnold und von 657.000 anderen amerikanischen Bürgern waren im Netz und niemand weiß ob die Daten nicht kopiert wurden.
Gleichzeitig unterstreicht dieser Vorfall, was Menschen so alles enthüllen, wenn sie Suchmaschinen benutzen und wie riskant es ist, wenn Unternehmen wie AOL, Google oder Yahoo diese Daten zusammenstellen.
Vor diesen Risiken haben Experten gewarnt. Insbesondere bei Online-Anbietern die das Kommen und Gehen der Internet-Nutzer registrieren um zielgerichtete Werbung an die Frau/Mann zu bringen.
Es ist eine tickende Privatsphären-Bombe. Genau genommen ist es ein Fehler, dass die Suchmaschinen-Betreiber so viele Daten speichern. Diese riesigen Datenbanken machen Appetit, nicht nur bei den Unternehmen sondern auch staatlicherseits. Frau Arnold hatte zugestimmt ihr Suchanfragen mit einem Reporter zu erörtern. Sie war schockiert. „Meine Güte, es ist mein ganz persönliches Leben,“ sagte sie. „Ich hatte keine Ahnung, dass da jemand über meine Schulter schaute.
Es sind Tausende von Suchanfragen, sie spiegeln die Sorgen von erwartungsvollen Müttern, Krebspatienten, Universitätsstudenten und Musikliebhabern wieder.
Benutzernummer 2178 fragt welche Nahrung als Ersatz für das Stillen genommen werden kann. Nr. 3482401 sucht Hinweise zum zählen von Kalorien, Nummer 3483689 sucht nach Liedern mit einem ganz bestimmten Text, z.B. “Wind unter meinen Flügeln“, Nr. 3505202 erkundigt sich nach Depressionen und einer Kur, Nr. 7268042 meint das ihr Ehemann sie betrügt und sie sich nun fürchtet.
Es gibt viele Tausende Anfragen über „Kinderporno“ und wie man sich mit Erdgas umbringen kann.
Zum Abschluss nochmals Frau Arnold: „Wir haben alle ein Recht auf Privatsphäre, niemand sollte die Macht haben uns dieses Recht zu nehmen“.

Wie wahr, dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

Dienstag, 8. August 2006

In God We Trust

Fünf Vorstadtkinder, 3 Jungen und 2 Mädchen, sitzen in einem Cafe, an einem runden Tisch, essen Schokoladenkekse und unterhalten sich, es gibt immer die gleichen Antworten. Bei allen kann man die Anzeichen der Pubertät feststellen, Pickel, flirtendes Gekicher, wie das so ist, in dem Alter.

Eines der Mädchen springt vom Tisch auf, eilt aus dem Cafe und ruft über die Schulter:“ Ich brauche eine Zeit der Sammlung“. Das andere Mädchen blickt kokett in Richtung der Jungs und geht ihrer Freundin hinterher. Die stecken ihre Köpfe zusammen und fangen an zu beten, als wären sie verrückt.

Wir befinden uns in Colorado Springs. Wir sind hier aber nicht bei Starbucks, meint Courtney E. Martin, die Autorin des Artikels, trotz der bequemen Stühle und des konventionellen Dekors. Das ist die New Life Church, der wohl einflussreichste religiöse und politische Standort der Rechten evangelischen Kreise in den USA. Die Kinder kommen zu Tausenden hierher um Jesus zu ehren und zu loben, nicht durch ein ruhiges Gebet, sondern durch den Sound von Elektro-Gitarren, deren Lautstärke einem die Eingeweide zum vibrieren bringen. Der Inhalt der Songs, Gott ist so Ehrfurcht gebietend.

Im direkten Kontrast, zur Entwicklung der Jugend-Kultur in den Medien, wie z. B. das Internet mit seinen Gemeinplätzen , YouTube, Wikipedia, MySpace und Musik-downloads, fährt der Nationale Verband der Evangelischen Kirche der USA fort, mit seinen 45.000 Kirchen und 30 Millionen Mitgliedern, Jugendliche zu rekrutieren.

Im allgemeinen gesellschaftlichen Klima von Isolierung und Zynismus haben die evangelischen Super-Kirchen einen bedeutenden Einfluss auf die Jugend gewonnen. Die progressiven Kräfte in den USA, Demokraten, Bürgerrechtler, Frauenbewegungen sehen dagegen ganz zerknittert aus.

In der Zwischenzeit spielt die christliche Rockband weiter, überschüttet von roten, weissen und rosa Farbtönen, regelmäßig rollen Wolken aus der Nebelmaschine über die Teenager. Diese knien nieder oder stehen in den Gängen, halten sich an den Händen und singen mit, die Liedtexte werden auf riesigen Bildschirmen gezeigt. Die Musik verklingt. Es beginnt eine Predigt, deren Inhalte aus dem Literatur-und Filmverzeichnis Hollywoods entsprungen zu sein scheint. Die Herrlichkeit Gottes ist die „rote Pille“ aus der MATRIX, der Ring aus dem Herrn der Ringe. Der Zorn Gottes ist das schmelzende Gesicht des Indiana Jones.

Schaut man hinter die Kulissen, sprich die Umgebung von Colorado Springs muss man sich nicht wundern, dort befinden sich immerhin 6 bedeutsame Militärbasen der USA und das NORAD(North American Aerospace Defense Command). Damit dürfte das Militär der größte Arbeitgeber der Region sein. Und die Kids, die Kinder der Soldaten, Offiziere und Zivilbeschäftigten, nicht nur, aber zum großen Teil. Es macht sind Sinn, Religion und Ideologie bei Jugendlichen einzusetzen, wenn man sie für seine Ziele gewinnen will. Eine verhängnisvolle Mischung. Betrachtet man diesen Teil der USA möchte man meinen, dass die Aufklärung nie statt gefunden hat. In Europa ist das nicht anders, wohl auf einem anderen Level, aber ich möchte nur an den Kirchentag der Jugend in Deutschland erinnern, voriges Jahr. Der Papst als Popstar, nichts anderes als wenn tausende von Muslimen nach Mekka pilgern.

Auch wenn einige Protagonisten meinen Glauben und Denken gehören zusammen, ich meine, da setzt das denken aus.

Montag, 7. August 2006

NSA-Abhörzentrale - juiceless

Die NSA-Abhörzentrale in Fort Meade bei Baltimore, hat ein Problem, nicht genug Strom-Kapazitäten, um weiter ungestört im In-und Ausland Telefongespräche abzuhören. Die Anlage ist technisch am Ende, es droht die Abschaltung. Somit kann man nicht mehr ohne weiteres gegen Gesetze des eigenen und anderer Länder verstossen. Wie langweilig. Die Schlapphütte des wohl mächtigsten Geheimdienstes des Welt können Ihre Abhörschnittstellen nicht ausbauen, Stromausfälle sind ja nur wahrlich ein Problem in den USA, vielleicht entstehen sie dadurch, dass die NSA ihre Technik einschaltet, und ganze Stadtteile an der Ost-Küste dann Offline gehen.
Wir als Verbraucher haben ein Recht ordentlich abgehört zu werden und können solcherart Schlamperei nicht dulden. Die Info hat der Inquirer
geliefert.
Nun steht die Anlage vor der Abschaltung, schaun mer mal.

Lob des Glaubens- Eine Antwort

Rainer Stephan hat in der Süddeutschen Zeitung einen Artikel veröffentlicht, mit dem Titel „Warum wir doch eine Religion brauchen“, Lob des Glaubens
In einer nun recht ausführlichen Argumentation erfahren wir, warum es Sinn macht, zu Glauben.
Das verlangt förmlich nach einer Gegendarstellung, da die Werte menschlichen Dasein an den Glauben gebunden sind, und ansonsten in der Luft hängen, freischwebend so zu sagen.
(nach Herrn Stephan)

Unstrittig dürfte sein, dass die marxistische-leninistische Philosophie mit ihrer Interpretation und Reduktion auf die Wissenschaften und dem Klassencharakter derselben, die Frage der Werte recht parteilich definiert hat. Eines kann man dieser Philosophie jedenfalls nicht nach sagen, dass sie positivistisch gewesen sei oder ist. Das Dogma marxistisch-leninistischer Philosophie war, „Die Praxis ist das alleinige Kriterium der Wahrheit“. Dieser Satz wurde nie in Frage gestellt, theoretisch nicht und nicht in der Praxis, es war die offizielle Lesart dieser Philosophie.
Religion als Opium des Volkes, genau das aber Herr Stephan gelingt Ihnen nicht zu widerlegen.
Die Bindung von Werten an eine Religion ist nicht eine Erfindung der heutigen Zeit, sondern hat seinen Ursprung in der Antike. Aber genau da wurden Werte der menschlichen Gesellschaft auch religionsfrei determiniert und zwar in Form des Humanismus.
Humanismus ist Philosophie und Weltanschauung mit der Blickrichtung auf die Würde und die Werte des Menschen, sowie seiner Interessen.
Humanismus determiniert Gewaltfreiheit, Toleranz und die Freiheit des Gewissens im Zusammenleben der Menschen.
Insbesondere der säkulare Humanismus hat sich gerade zu den Fragen der Ethik geäußert, unabhängig von den Religionen.
Unstrittig ist, das es Humanismus in den Religionen gibt. Hier wurden die Glaubensvorstellungen und religiösen Traditionen durch Fragmente des Humanismus ergänzt. Wenn wir wirklich geistig frei sein wollen, müssen wir uns von den Denkarten, den Vorstellungen des Glaubens und der Religion lösen. Ich empfehle für alle die es interessiert den Film von Richard Dawkins „The Root of all Evil“, welcher im Februar diesen Jahres bei der BBC lief. Mit Sicherheit wird einem die Argumentation von Dawkins nicht immer gefallen, aber er hat Recht.
Die Götter der Menschen, sind eine Erfindung der Menschen, Sagen, Mythen als Grundlage. Immer dann wenn die Dummheit der Menschen am Grössten war, geschahen die meisten Wunder.
Zeus musste gehen, Thor und viele verschwanden, sind heute nur noch Gestalten in Romanen, Statuen aus antiker Vorzeit, der menschgewordene Gott, eine Fiktion. Wenn das, was Sie am Anfang Ihres Artikels feststellten, nämlich das Denken in der Religion und im Glauben Einzug halten würden, dann würden eine Reihe von Krankheiten, an der unsere Gesellschaft leidet, schlichtweg nicht existieren. Im Laufe von 2.000 Jahren ist der christliche Gott so verbogen worden, dass auch nichts mehr an seinen Ursprung erinnert. Was wurde und wird aus Glaubensgründen nicht alles getan und die sogenannten westlichen Werte, sind nicht besser oder schlechter als die Werte anderer Kulturen.

Sonntag, 6. August 2006

Hartz IV und nasal, gesäuselte Familienhaftung

Die CDU in der Krise, Herr Schönbohm macht sich Gedanken um ein eigenständiges Profil seiner Partei, die Umfragewerte sinken.
Da wird dann mitten im Sommerloch, vom Generalsekretär der CDU Herrn R. Pofalla verkündet, Kinder sollen für ihre arbeitslosen Eltern zahlen. Mal kräftig schneuzen, dann kommen die Botschaften bei Wahlvolk besser an. Man kann was Herr Pofalla da vorschlägt auch die De-Evolution des Sozialsstaates nennen. Als nächstes die Renten weg oder nur sehr schwach ausgeprägt, die Kinder sollen für ihre Familien sorgen, hatten wir schon mal. Vielleicht führt das ja dazu, dass wieder mehr Kinder geboren werden und die Familien über Generationen zusammenleben. Toll, frei nach Rousseau, zurück zum Ur-Kapitalismus. Die CDU, ein Hort der Plattitüden. Wir nehmen den Staat gänzlich aus der Verantwortung für seine Gesellschaft-Glieder heraus. Wahrlich, die CDU, reform-visions-und soziallos. Man sollte denen die grüne Karte zeigen, zurück zur Produktion. Und den CDA gleich hinter her.

Samstag, 5. August 2006

Weblog-Demo gegen PI

It´s time, now
http://www.bluejax.net/2006/08/03/der-protest-rollt-weblog-demonstration-gegen-pi-%e2%80%93-fur-toleranz-gegen-rassismus/
Für Toleranz, gegen Rassismus

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Naturalismus - kein Dogma!

Wir haben die Lande gemessen, die Naturkräfte gewogen, die Mittel der Industrie berechnet, und siehe, wir haben herausgefunden, dass diese Erde groß genug ist, dass sie jedem hinlänglichem Raum bietet, die Hütte seines Glücks darauf zu bauen; dass diese Erde uns alle anständig ernähren kann, wenn wir alle arbeiten und nicht einer auf die Kosten des anderen leben will; und das wir nicht nötig haben, die ärmere Klasse an alle Himmel zu verweisen.

Heinrich Heine, Romantische Schule, 1835

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Der hätte die Abrissfirma...
Der hätte die Abrissfirma mit einem Handtuch erschlagen....
nickpol - 15. Juni, 13:59
in doors we trust
yeah, that'll be true :)
nickpol - 21. Januar, 10:30
Wer hat denn Wissenschaft...
Wer hat denn Wissenschaft zur Religion erhoben. Etwas...
nickpol - 19. Juni, 09:17
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Bei mir hier heissen die Mulwarp, und wenn sich einer...
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nickpol - 31. Dezember, 13:31
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Ich halte nicht viel, oder besser gesagt gar nichts...
nickpol - 18. Oktober, 15:03
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sieht doch gut aus, in meiner verehelichten Zeit lief...
schlafmuetze - 17. August, 22:57
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schlafmuetze - 8. August, 20:23

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